Proteste in Bangladesch dauern an – Fabriken geschlossen

250 Kleiderfabriken haben seit den Unruhen in Bangladesch geschlossen. Dort gingen die Menschen auch am dritten Tag der Demonstrationen für mehr Lohn auf die Strasse.

Nach Zusammenstössen zwischen Textilarbeitern und der Polizei in Bangladesch haben 250 Kleiderfabriken ihre Produktionen eingestellt und geschlossen. Am dritten Tag der Proteste für mehr Lohn nahe der Hauptstadt Dhaka setzten die Sicherheitskräfte Gummigeschosse und Tränengas ein. Dabei wurden rund 100 Menschen verletzt.

Schwere Unfälle führten zu Kritik

Die Fabrikarbeiter fordern neu 90 Franken Mindestlohn im Monat statt wie bisher 30 Franken. Weil die Löhne ausserordentlich tief und die Zollbestimmungen für Lieferungen in die westlichen Industrieländer günstig sind, lassen viele grosse Modefirmen und Bekleidungsmarken in Bangladesch produzieren.

Nach einer Serie schwerer Unfälle und dem Einsturz eines Fabrikgebäudes mit mehr als 1130 Toten im April ist die Textilbranche in dem asiatischen Land in die Kritik geraten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Proteste in Bangladesch

    Aus Tagesschau vom 12.11.2013

    Bangladesch gilt nach China als zweitgrösster Exporteur von Kleidung - nicht zuletzt wegen der niedrigen Löhne. Doch die Textil-Arbeiter in Bangladesch wehren sich immer lauter gegen die Ausbeutung. Die Arbeiter gehen vermehrt auf die Strasse und fordern mehr Lohn.