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International Proteste in St. Louis nach erneut tödlichen Polizeischüssen

Noch mehr Polizeigewalt: Am Gedenktag für einen getöteten Schwarzen in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri erschiesst die örtliche Polizei erneut einen jungen Mann. Wieder brechen Unruhen aus.

Wütende Menschen gegen Polizisten
Legende: Wieder hat die Polizei in St. Louis im Bundesstaat Missouri einen Schwarzen erschossen. Das provoziert Proteste. Reuters

Die Polizei in St. Louis im Bundesstaat Missouri hat abermals einen schwarzen Jugendlichen erschossen. Kurz vor Mittag am Mittwoch (Ortszeit) wollten zwei weisse Polizeibeamte in einem unsicheren Viertel eine Hausdurchsuchung durchführen. Laut Angaben der Polizei rannten daraufhin zwei junge Schwarze aus dem Hinterausgang des Hauses. Die Beamten hätten sie aufgefordert, stehen zu bleiben und ihre Waffen niederzulegen.

Einer der beiden habe seine Waffe auf die Polizisten gerichtet, worauf die Beamten ihn erschossen. Einer der Polizisten schoss viermal, einer einmal. Die Waffe, mit denen sie bedroht worden waren, sei gestohlen gewesen, sagte der Polizeichef von St. Louis, Sam Dotson. Er sagte, es sei auch Kokain gefunden worden.

Proteste nach den Todesschüssen

Nach der Schiesserei bildeten sich eine spontane Protestansammlung von Menschen auf den Strassen von St. Louis. Eigentlich hatten sie sich für einen Gedenkumzug für den vor einem Jahr in St. Louis getöteten Schwarzen, Kajieme Powell, versammelt.

Die Beamten setzten Tränengas ein, neun Demonstranten wurden festgenommen. Mehrere Geschäfte wurden laut dem Sender CNN geplündert. Die Menge griff die Beamten mit Flaschen an, und nach Angaben eines Zeugen soll auch ein leer stehendes Haus in Flammen aufgegangen sein.

13 Kommentare

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  • Kommentar von M. Fischer, Buchs
    Stellt euch bloss vor wen selbiges in Russland passieren würde.
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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    In gewissen Teilen der USA geht die Saat der Gewalt auf. Dunkle US-Bürger wurden von Weissen über Generationen diskriminiert. Dies ging und geht auch nach der Sklavenbefreiung weiter. Nur die Methoden sind subtiler. Ein grosser Teil der Schwarzen wurden in gewisse Geschäftsfelder gedrängt. Seit den 1970er sind Schwarze im Drogenhandel tätig. Aber meist in der Endkette. Die Gewinne und die Kontrolle liegt meist bei den Weissen, die aber unantastbar sind. Das ist ein Teil des Hauptproblems.
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    1. Antwort von Tom Lappert, Zürich
      Herr Szabo ich möchte ihnen herzlich danken! Endlich ist da jemand der sich wirklich mit den Mechanismen der amerikanischen Gesellschaft auskennt und die Kehrseite des amerikanischen Traums anspricht und nicht die immer gleichen Ausflüchte und Rechtfertigungen vorbringt!
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    2. Antwort von Jonas blatter, Bern
      Edel wie sie schwarze Verbrecher verteidigen. Es bleibt zu hoffen, dass sie die kriminellen Taten von Hispanos, Asiaten und Weissen ebenfalls zu rechtfertigen wissen.
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  • Kommentar von Jonas Blatter, bern
    Ein Verbrecher welcher die Waffe auf einen Polizisten richtete wurde erschossen. Dies passiert täglich weltweit 100 mal. Wieso gibt es in unseren Medien nur Berichte, wenn es sich beim erschossenen Verbrecher um einen schwarzen Amerikaner handelt? Übrigens hat auch im neusten Fall die Polizei absolut korrekt gehandelt. Auch in der Schweiz wird in einem solchen Fall geschossen.
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    1. Antwort von Cédric Brühwiler, Winterthur
      Aber nicht erschossen
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