Proteste nach Tod eines jungen Schwarzen in Missouri

Vor zwei Tagen hat ein Polizist in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri einen dunkelhäutigen jungen Mann erschossen. Seither reissen die Proteste nicht ab. Die Beamten setzten Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben.

Demonstranten stehen auf der Strasse und halten Plakate in die Höhe.

Bildlegende: Die Wut der Menschen im Vorort von St. Louis ist gross. Sie fordern von der Polizei ein Ende der Brutalität. Reuters

Nach dem Tod eines schwarzen Jugendlichen am Samstag in Ferguson im US-Staat Missouri ist es erneut zu Unruhen gekommen. Dabei seien in der Nacht auf Dienstag auch Schüsse gefallen, berichtete der örtliche Polizeichef auf dem Sender CNN. Die Polizei habe mit Tränengas eine Versammlung in einem Gebiet aufgelöst, in dem es am Sonntag zu Plünderungen gekommen sei.

Widersprüchliche Angaben

Ausgelöst wurden die Unruhen am Samstag in einem überwiegend von schwarzen Amerikanern bewohnten Vorort von St. Louis, als ein Polizist einen unbewaffneten schwarzen jungen Mann erschoss.

Dieser soll den Beamten laut Polizei während einer Auseinandersetzung in sein Dienstfahrzeug gedrängt haben. Zeugen berichteten hingegen, der Jugendliche habe sich ergeben und zum Zeitpunkt seiner Erschiessung die Hände in die Höhe gehalten.

Justizminister Eric Holder hat angekündigt, den Tod des Jugendlichen von der Bundespolizei FBI untersuchen zu lassen.