Prozess gegen vier ägyptische Polizisten

Erstickungstod durch Tränengas: Dafür müssen sich vier Sicherheitskräfte vor Gericht verantworten. Bei dem mutmasslichen Angriff auf einen Polizeitransporter sind mehr als drei Dutzend islamistische Demonstranten gestorben.

Fetsnahme von Islamisten im August 2013.

Bildlegende: Mit harter Hand gingen die ägyptischen Sicherheitskräfte Mitte August gegen die Islamisten vor. Reuters

Der Vorwurf ist ungeheuerlich. Vier Polizisten sollen in einen vollbesetzten Gefangenentransporter abgefeuert haben. 37 der insgesamt 45 Gefangenen sowie zwei weitere Personen waren dabei ums Leben gekommen.

Die 37 Demonstranten sassen in einem Polizeitransporter eines Konvois, der am 18. August insgesamt 600 islamistische Häftlinge zu einem Gefängnis nahe Kairo bringen sollte.

UNO übte Druck auf die Regierung aus

Wann das Verfahren beginnen soll, blieb zunächst offen. Der Generalstaatsanwalt ordnete am Dienstag ein Eilverfahren an.

Das Innenministerium hatte damals erklärt, die Gefangenen hätten versucht, aus dem Polizeifahrzeug zu fliehen, als sie ins Gefängnis gebracht werden sollten. Zudem hätten sie einen Polizisten als Geisel genommen.

Der Vorfall hatte nur wenige Tage nach der gewaltsamen Auflösung zweier Protestlager der Islamisten stattgefunden. Auf Druck der UNO hatte die Übergangsregierung in Kairo eine umfassende Untersuchung zugesagt.