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Auf Stipvisite in Moskau Putin empfängt Le Pen

Legende: Video «Putin und Le Pen: Handshake in Moskau» abspielen. Laufzeit 0:13 Minuten.
Vom 24.03.2017.
  • Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat sich in Moskau unter anderem mit Präsident Wladimir Putin getroffen.
  • Der Empfang von Putin kam eher überraschend. Le Pen besuchte die russische Hauptstadt auf Einladung des Parlaments (Duma).
  • Le Pen forderte in ihrer Rede vor den Abgeordneten bessere Beziehungen zwischen Frankreich und Russland.

Le Pen trifft Putin. Das ist ein Treffen nicht ohne Brisanz – mitten im Wahlkampf um die französische Präsidentschaft. Der erste Wahlgang ist in wenigen Wochen, am 23. April.

«Wir wollen auf keinen Fall Einfluss auf die Ereignisse nehmen, aber wir haben das Recht, uns mit den Vertretern aller politischen Kräfte des Landes auszutauschen», betonte Putin in Moskau denn auch deutlich. Die Beziehungen zu Frankreich seien für Russland sehr wichtig, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Die Rechtspopulistin Le Pen warb zu Beginn des zuvor nicht angekündigten Gesprächs für einen Austausch von Geheimdienstinformationen im Kampf gegen den Terrorismus.

Zuvor hatte die Chefin der Partei Front National (FN) russische Parlamentarier getroffen und vor dem Duma-Ausschuss für internationale Angelegenheiten gesprochen. Das gegenwärtige schlechte Verhältnis zwischen dem Westen und Russland sei nicht gerechtfertigt, sagte sie.

Gegen Globalisierung und Extremisten

Das Parlament hatte Le Pen eingeladen. Russland und Frankreich sollten zusammenhalten gegen zwei grosse Herausforderungen – die Globalisierung und den islamistischen Fundamentalismus, wurde Le Pen in russischen Berichten zitiert.

Über ihr eigenes Land sagte sie, Frankreich sei nicht mehr völlig souverän. Es habe viele Vollmachten an die EU abgetreten, vor allem in Handelsfragen.

30 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Mueller (Elbrus)
    Überraschender Besuch. Der Witz des Tages. Wenn Präsident Putin 45 Minuten um 14.00 Uhr verplant ist das keinesfalls ein überraschender Besuch. Um 15.45 war dann schon wieder Security Council. Üblich ist, dem Kandidaten mitzuteilen, dass er einen Termin hat den aber nicht kommunizieren darf. Der Tagesplan von Herrn Putin ist minutiös geplant.Spontanes gehören da in die Pufferzonen zwischen 16.30 - 20.00 Uhr.
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  • Kommentar von Stephanie von Walterskirchen (SVW)
    Jetzt mal ehrlich, wem schadet es etwas wenn Russland auch mitwirken kann im Internationalen Wirtschaftsgeflecht? Wenn Euch das Schicksal von Menschen so am Herzen liegt und Ihr immer denkt das Böse Russische Sytem und die armen unterdrückten Russen, wiso dann nicht besser den Markt auch offen halten für Russland? Das sei doch gut für den Frieden, Handelsbeziehungen.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Putin ist eine Bestimmungsgrösse in der Weltgeschichte - dies zu bekämpfen, ja zu leugnen wäre eine grosse-grosse Dummheit. Wie nähert man sich zu so einem Menschen? Mit Widerstand? Mit Respekt? Auf Augenhöhe? Ich finde, Ersteres ist das Schlimmste. Mme Le Pen hat garantiert das Potenzial für letztere zwei. Mehr darüber zu diskutieren braucht es in diesem Moment nicht.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Stimmt! Schulz in D., der Kanzler werden will ist das Lieblingswort "Respekt". Diesen hat man aber vor allem bei der Deutschen Regierung, welche der verlängerte Arm der USA ist, gegenüber Putin/Russland sehr vermisst. Und Regierungen sich auf Augenhöhe begegnen, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Hat man seitens Obama-EU gegenüber Putin/Russland auch vermisst.
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