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International Putin ist wieder da

Wo ist Wladimir Putin? Darüber ist seit dem 5. März gerätselt worden. Nun hat dies ein Ende: Der Kremlchef hat sich erstmals wieder in der Öffentlichkeit gezeigt.

Legende: Video SRF-Korrespondent Franzen: «Abwesenheit in Russland kaum bemerkt» abspielen. Laufzeit 0:45 Minuten.
Vom 16.03.2015.

Nach Spekulationen über seinen Verbleib ist Kremlchef Wladimir Putin erstmals wieder in der Öffentlichkeit erschienen. Der russische Präsident traf sich in St. Petersburg mit seinem kirgisischen Amtskollegen Almasbek Atambajew, wie die Agentur Interfax meldete.

Treffen abgesagt

«Ohne Gerüchte wäre es langweilig», sagte Putin demzufolge. Auch der Gast war bemüht, den Anschein von körperlichen Schwäche Putins zu entkräften. Putin habe mit ihm eine Tour über das Gelände des Konstantin-Palastes gemacht und dabei selbst am Steuer gesessen.

Wladimir Putin war seit einem Treffen mit dem italienischen Regierungschef Matteo Renzi am 5. März in Moskau nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden. Vergangene Woche hatte er ein Treffen mit seinen Kollegen aus Weissrussland und Kasachstan abgesagt. Dies gab Anlass zu allerlei Gerüchten, Putin sei krank oder werde Vater.

Informationen über den Grund für Putins mehrtägiges «Abtauchen» gebe es auch in Moskau weiterhin nicht, sagt SRF-Russlandkorrespondent Christof Franzen. Allerdings habe wohl die Mehrheit der Russen die Abwesenheit Putins gar nicht bemerkt, da die staatlichen Fernsehsender laufend über Aktivitäten des Präsidenten berichtet hätten. Dass dazu gezeigte Bilder aus dem Archiv stammten hätten wohl die meisten Russen nicht mitbekommen.

Legende: Video Putin und Atambajew treten nach Arbeitstreffen vor die Medien abspielen. Laufzeit 0:28 Minuten.
Vom 16.03.2015.

EU will Propaganda brankmarken

Die EU will sich besser gegen Propaganda aus Russland wappnen. Eine Expertengruppe soll russische Medienberichte auswerten und kommentiert an die 28 Mitgliedstaaten weitergeben, hiess es am Montag am Rande von Beratungen der EU-Aussenminister. Auch am EU-Gipfeltreffen vom Donnerstag soll die russische Propaganda zum Thema werden.

33 Kommentare

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  • Kommentar von peter müller, zürich
    Präsident Putin nimmt immer im März eine kleine Auszeit. Letztes Jahr wurde es nur nicht bemerkt weil in den ersten 2 Wochen viel Paralympics Meldungen herausgingen. Keine Reisen z.B. Der Irrglaube im Westen, dass die Russische Regierung nur von Putin abhänge ist komplett falsch. Leute wie Lawrov, Wirtschaftminister Uljukajew, Emergency Minister Pushkov oder Verteidiungsminister Shoigu arbeiten da voll auf Touren. Die Qualität ist viel besser als jemals in der Sowjetunion.
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Putin war 10 Tage weg. Die Mehrheit der Russen hat es nicht bemerkt, weil alte Bilder im Fernsehen gezeigt wurden. Ich finde es schon ziemlich arrogant, die Mehrheit der Russen als so dumm hinzustellen. Vielleicht fanden ja die Mehrheit der Russen ganz einfach, dass dies normal und kein Grund für Spekulationen ist.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      So kann man es auch sagen. Erinnerungen an den ehemaligen Ostblock werden wieder wach.
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  • Kommentar von P.Eigenmann, KT.ST.Gallen
    Ich kann die Leute nicht verstehen die einen Diktator wie Putin einer ist so Hochleben können und immer so gegen die USA sind dabei wo wäre der Westen ohne sie .Und auch die Ehemalige UDSSR wäre ohne die USA im zweiten Weltkrieg auf der Strecke geblieben sie hätten keine mittel gehabt gegen die ehemalige Wehrmacht.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Vergessen, dass die Alliierten nicht nur die USA gewesen ist? Russland waren ebenso Verbündete gegen die Wehrmacht. Und sie hatten danach viel mehr Tote Soldaten zu beklagen als die Amis, welche erst sehr spät eingegriffen haben, um sich dann ihre Lorbeeren ab zuholen. Und wenn, ist es 70 Jahre her & alle Dankbarkeit hat mal ein Ende. Spätestens dann, wenn sich ein ehemaliger "Befreier" jetzt als neuer Besatzer in Europa heraus stellt.
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    2. Antwort von W. Helfer, Zürich
      P.E. Wir haben 2015 und es bringt nichts, ständig in der Vergangenheit zu wühlen. Das hier und jetzt ist wichtig. Fakt ist nun mal, dass die USA mit ihrer Weltmachtgier mehr Unfrieden statt Frieden verursachen. Fakt ist leider auch, dass die EU am "Gängelband" der USA/NATO ist.
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