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International Putin verspottet Kritiker in TV-Show

Alle Jahre wieder heisst es im russischen Staatsfernsehen: «Heisser Draht mit Wladimir Putin». Bürger können ihrem Präsidenten direkt Fragen stellen. Manchmal sind auch kritische Stimmen zu hören. Doch die bügelt Putin ab – mit Hohn und Spott.

Legende: Video Putin lässt keine Kritik zu abspielen. Laufzeit 1:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.04.2013.

Als eine «Politik der Halbheiten und Halbreformen» bezeichnete der russische Ex-Finanzminister Alexej Kudrin die politische Führung Russlands. Die überraschend deutliche Kritik äusserte er in der Live-Sendung «Heisser Draht mit Wladimir Putin», ausgestrahlt im russischen Staatsfernsehen.
 
«Heute haben wir kein Programm, wie die Abhängigkeit der Wirtschaft von den Ölexporten verringert wird», sagte Kudrin. Vor laufender Kamera lehnte Kudrin zudem das Angebot ab, wieder eine Führungsrolle zu übernehmen.

Rücktritt lehnt Putin ab

Putins Reaktion? «Er ist ein Faulpelz und will nicht arbeiten.» Kudrin sei zwar ein hervorragender Finanzminister gewesen, sei aber kein Fachmann für soziale Fragen, sagte der Präsident.
 
Rücktrittsforderungen gegen die Regierung lehnte Putin ab. Das Kabinett um Ministerpräsident Dmitri Medwedew arbeite noch nicht einmal ein Jahr und brauche Zeit, sagte er.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Dimitri Wonnoque, Nischni Nowgorod, Russland
    Kaum zu glauben, dass diese verlogenen Konferenzen noch Zuschauer finden. Und Hohn seitens unseres Kremlchefs gibt's wirklich zur Genüge. Allerdings stimmt die Dachzeile mit dem Inhalt des Artikels irgendwie nicht überein: Im angefügten Video hab ich "Hohn und Spott" nicht gesehen. Und dieser gewisse Kudrin ist übrigens ein sehr doppelzüngiger Typ, der sich für Europa nunmehr ins gute Licht zu rücken sucht. Man darf ja nicht vergessen, dass er gut 10 Jahre unbesehen Putins Befehle ausführte.
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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Putin ist nicht beliebt bei den Schweizer Medien, da haben frühere Persönlichkeiten mehr Sympathie; Stalin, Lenin, Marx etc
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Muss der Putin jetzt auch wie die Saengerinnen in ein Straflager?
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