Zum Inhalt springen

International Putin verzichtet auf Strafmassnahmen gegen den Westen

Wladimir Putin will westliche Unternehmen in Russland ins Visier nehmen, falls der Westen weiterhin auf verschärften Sanktionen beharrt.

Präsident Wladimir Putin im schwarzen Sako, der an der Kamera vorbeiblickt.
Legende: Westliche Unternehmen in Russland sollen nicht unbestraft davonkommen, so hat es Wladimir Putin heute entschieden. Reuters

Nach dem der Westen die Sanktionen gegen Russland verschärft hat, hinterfragt nun Präsident Wladimir Putin die Beteiligungen westlicher Unternehmen in seinem Land.

Würden die Sanktionen aufrechterhalten, müsse über die Rolle dieser Konzerne in Schlüsselindustrien der russischen Wirtschaft wie der Energiebranche nachgedacht werden, sagte Putin.

Keinen Anlass sehe er dagegen für direkte Strafmassnahmen gegen den Westen als Reaktion auf die Sanktionen der USA und der EU.

Hoffnung auf Befreiung der Militärbeobachter

Weiter hat Putin die Hoffnung geäussert, dass die Militärbeobachter freikommen. Diese halten die Separatisten in der Ostukraine noch immer fest. Er setze darauf, dass die Gruppe die Region ungehindert verlassen könne, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax in Minsk.

Putin kritisierte die ukrainische Regierung dafür, dass sie die Militärs ins Land geholt habe. Moskau hat wiederholt betont, keinen Einfluss auf die Geiselnehmer – pro-russische Separatisten in der Ostukraine – zu haben.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Schlauer Bursche, dieser Wladimir. Russlands Wirtschaft liegt eh schon am Boden - da kann er es sich schlicht nicht leisten, westliche Unternehmen zu ruinieren.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von kari huber, surin
    Russland ist wirtschaftlich weitgehend impotent. Wenn er auch noch die westliche Unterstützung im Bereich der Energiegewinnung abschreckt, steht er in wenigen Jahren da, wo 1989 die Sowjetunion stand: Am wirtschaftlichen Abgrund.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Dass sich die Fronten verhärten werden, war schon lange vorherzusehen. Dass die Regierung Jazenjuk keine Vertreter des Ostens und des Südens in die Regierung liess, die politisch dort sprechen und handeln könnten, hat sich nun gerächt. Ein grosser Fehler der EU war, dass sie die "neue Regierung" umgehend anerkannt hat, ohne darauf zu bestehen, die Regierung ausgewogen zu besetzen. Sanktionsandrohungen aller Beteiligten helfen jedenfalls bei diesem Konflikt nicht weiter!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen