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International Putins Blitz-Vertrag ärgert Westen

«Bedauerlich», «Landraub», «illegal» – der Westen kritisiert Russland nach der Krim-Annexion scharf.

Legende: Video Deutliche Kritik aus den USA abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.03.2014.

Vertreter der USA und Westeuropas verurteilen die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation. Russlands Isolierung werde sich verstärken, wenn Moskau den eingeschlagenen Weg weiterverfolge, sagte US-Vizepräsident Joe Biden. Er drohte Russland mit weiteren Sanktionen.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow kritisierte in einem Telefongespräch mit seinem US-Amtskollegen John Kerry die Sanktionen seitens EU und USA scharf. Die Massnahmen seinen «inakzeptabel» und würden Konsequenzen haben. Der Anruf erfolgte auf Initiative von Kerry.

Zusammenarbeit mit Moskau eingestellt

Biden bezeichnete das Abkommen über die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation als «Landraub» Russlands. Der britische Aussenminister William Hague erklärte in London, jede Art der militärischen Zusammenarbeit mit Moskau sei eingestellt worden.

Die Planungen für ein gemeinsames Marine-Manöver mit Russland, Frankreich, den USA und Grossbritannien seien gestoppt worden. Hague sprach von einem «bedauerlichen» Entscheid des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der damit «die Isolation gewählt» habe.

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete die Aufnahme der ukrainischen Krim-Halbinsel in die russische Föderation als illegal. Diese verstosse genau wie das «sogenannte Referendum» auf der Krim und die Unabhängigkeitserklärung der dortigen Führung «gegen das internationale Recht», sagte Merkel in Berlin.

Diese Einschätzung finde «breite Unterstützung» in internationalen Organisationen wie dem UNO-Sicherheitsrat, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und dem Europarat.

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66 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen EU/USA /Japan einerseits u. RUS andererseits, der auch Macavalli, Bismark, Marlborough, Churchill etc.beherzigten: Man kann diplomatische Winkelzüge, Drohungen, Verschwörungen, Versprechungen etc. ins Spiel bringen aber nur dann, wenn man auch eine genügend starke Steitmacht oder, alternativ eine nicht über beide Ohren verschuldete Volkswirtschaft in der Rückhand hat, um allenfalls die Ziele auch auf diese Art durchzusetzen.
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die Menschen auf der Krim sind als Bürger der Ukraine bitterarm. In Russland ist das Lohn- und Rentenniveau viel höher. Die Menschen selber wollen logischerweise nach der Machtübernahme der Oligarchen in Kiev (in der Revolution haben ANDERE Menschen mit V.Klitschko gekämpft und ihr Leben aufs Spiel gesetzt!) nicht mehr zur Ukraine gehören. Die Spaltung in der Ukrainischen Gesellschaft ist nicht neu. Es gibt keinen einzigen Menschen, der das ganze Land repräsentieren könnte.
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Ja, Putins Blitz-Vertrag ärgert den Westen. Und der EU-Blitzvertrag mit der Ukraine ärgert Putin. Jetzt haben sie sich gegenseitig geärgert. Die Krim bleibt trotzdem russisch. The End.
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