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International Rassenkonflikt in Ferguson: Proteste flammen wieder auf

Demonstranten haben sich in der Nacht in der US-Kleinstadt Ferguson über eine Ausgangssperre hinweggesetzt. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Legende: Video Erneute Ausschreitungen in Ferguson abspielen. Laufzeit 00:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.08.2014.

Auch eine Woche nach den tödlichen Schüssen auf den schwarzen Teenager Michael Brown kommt Ferguson nicht zur Ruhe. In der Nacht auf Samstag kam es in der US-Kleinstadt im Bundesstaat Missouri trotz Ausgangsperre zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Kartenausschnitt USA, Ferguson ist eingezeichnet.
Legende: Ferguson im US-Bundesstaat Missouri zählt rund 21'000 Einwohner. SRF

Schwer bewaffnete Polizisten in Kampfmontur schleuderten Rauchbomben in die Menge, um die rund 150 Demonstranten auseinander zu treiben. Auch Tränengas kam dabei zum Einsatz. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass ein Demonstrant habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Zudem seien mindestens sieben Demonstranten festgenommen worden.

Polizei-Wechsel nützte nur kurzfristig

Um Mitternacht war die nächtliche Ausgangssperre in Kraft getreten, die der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, zum «Schutz von Menschen und Eigentum in Ferguson» angeordnet hatte. Auch in der Nacht zum Montag gilt für die Bewohner der US-Kleinstadt Ferguson eine Ausgangssperre. Das teilte ein Polizeisprecher mit, wie die Zeitung «St. Louis Post Dispatch» berichtete.

Ein weisser Polizist hatte am Samstag vergangener Woche die tödlichen Schüsse auf den 18-jährigen Michael Brown abgefeuert, obwohl dieser unbewaffnet war. Seither kommt es fast täglich zu Protesten in Ferguson.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Emanuele Franke, Dübendorf
    Sie haben das Recht auf freie Meinungsäusserung. Ausser wenn wir mal finden das wir das gerade nicht haben wollen, dann dürfen sie nicht mal ihr Haus verlassen ohne von schwerstbewaffneten Polizisten mit Tränengas und Rauchbomben attackiert zu werden. Aber ansonsten dürfen sie ihre Meinung frei mitteilen.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher, Gossau
    Auf ACLU findet man noch viel mehr, was die Polizei in den Staaten alles bewerkstelligt. Von Hausdurchsuchungen in der Nacht auf blossem Verdacht hin, Verhaftungen von Reportern und andere Fakten war da schon die Rede. Ich lese schon seit längerem die Berichte, die auf dieser Seite erscheinen. Daher sind für mich die Reden der amerikanischen Politiker von Menschenrecht, Freiheit oder gar Pressefreiheit der bare Hohn.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Interessant ist das Polizeiaufgebot. Erinnert stark an eine Besatzungsmacht mit Infanterie-Soldaten, Scharfschützen, gepanzerten Fahrzeugen, etc, und die andere Seite wirkt, als wäre es das Volk.
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