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International Rassist tötet neun Schwarze in einer Kirche in South Carolina

Ein junger weisser Amerikaner ist in Charleston, im US-Bundesstaat South Carolina, in die Kirche einer schwarzen Gemeinde eingedrungen und hat um sich geschossen. Er tötete neun Menschen und verletzte mehrere. Nun hat die Polizei den mutmasslichen Schützen gefasst.

Legende: Video Polizei-Einsatz in Charleston (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 0:36 Minuten.
Vom 18.06.2015.

Nach dem Massenmord in einer von Schwarzen besuchten Kirche in Charleston, South Carolina, ist der mutmassliche Todesschütze gefasst worden. Der Zugriff der Polizei erfolgte in Shelby im nördlichen Nachbarstaat North Carolina, mehr als 300 Kilometer vom Tatort entfernt.

«Der Verdächtige wurde festgenommen», teilten der zuständige Polizeichef Gregory Mullen wie auch die Bundespolizei FBI mit. Die Behörden hatten den Verdächtigen zuvor identifiziert und seinen Namen zusammen mit einem Bild einer Überwachungskamera veröffentlicht.

Dem jungen Mann wird vorgeworfen, neun schwarze Gläubige erschossen zu haben. Die Tat ereignete sich in der Hafenstadt Charleston in der Emanuel African Methodist Episcopal Church, eine der ältesten schwarzen Kirchen der Vereinigten Staaten.

Ein Mann in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina kauert im Vordergrund am Boden und hält seinen Kopf. Im Bild Mittelgrund ist ein Polizeifahrzeug bei Nacht zu erkennen.
Legende: Die Polizei in Charleston geht vorerst von einem rassistischen Angriff gegen Schwarze aus. Keystone

Rassistischer Hintergrund

Der Mann habe gut eine Stunde lang am Bibelunterricht teilgenommen, ehe er plötzlich seine Waffe gezogen habe, schilderte der Polizeichef den Tathergang. Acht Menschen starben am Tatort, ein weiteres Opfer erlag seinen Verletzungen im Spital. Unter den Toten befindet sich auch der Pastor der Kirchgemeinde

Die Behörden gehen klar von einer rassistischen Tat aus. «Der einzige Grund, warum jemand in eine Kirche geht und betende Leute erschiesst, ist Hass», sagte Charlestons Stadtpräsident Joe Riley.

Die republikanische Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, sagte, das Verbrechen habe «das Herz und die Seele» ihres Bundesstaates gebrochen. «Das ist ein sehr, sehr trauriger Tag für South Carolina», sagte sie mit Tränen in den Augen.

US-Präsident Barack Obama hat nach dem Massenmord erneut eine Verschärfung der Waffengesetze gefordert. In anderen entwickelten Ländern gebe es diese «Form der massenhaften Gewalt» nicht. Damit müssten sich die USA ernsthaft auseinandersetzen, forderte Obama. Die Tatsache, dass eine afroamerikanische Kirche angegriffen worden sei, wecke Erinnerungen an einen «dunklen Abschnitt unserer Geschichte».

Die politischen Reaktionen blieben nicht aus: Der republikanische Präsidentschaftskandidat Jeb Bush verbreitete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, seine «Gedanken und Gebete» seien bei den Opfern und Hinterbliebenen. Und auch die demokratische Seite liess nicht lange auf sich warten. Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton liess den Menschen in Charleston ihre «Gedanken und Gebete» über Twitter zukommen.

12 Kommentare

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  • Kommentar von c.jaschko, Bern
    Es ist doch fast zu 100% jetzt schon klar welcher Entfernter-Abstammung er ist und welche Ideologien der Junge-Hassende sich sein ganzes kurzes Leben lang angehört hat :-) Einfach traurig ...
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    1. Antwort von Hans Müller, Basel
      Ich habe mir auch gedacht dieser Junge könnte Schweizer Abstammung sein.
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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Charleston und der Bundesstaat South Carolina waren typische Sklavenstaaten. Charleston war einer der grössten Häfen für frische Sklaven. Die Weissen konnten sich nicht daran gewöhnen, dass die Farbigen gleichberechtigte Bürger sind (auf dem Papier). Diskriminierung am Arbeitsmarkt (beherrscht von den Weissen) und Ghettos verhindern erfolgreich einen Ausgleich zwischen den Ethnien. Viele Weisse fühlen sich immer noch als die Herren. Frust durch die schlechte Wirtschaftslage tut sein Übriges.
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  • Kommentar von Peter Maurer, ZH
    Die konnten das Zusammenleben schon viele Jahre üben, und es geht nicht! Ghettos und immer wieder liest man von Übergriffen und Straßenschlachten mit/wegen Polizei! Schwarz gegen weiss, Auch in Afrika gibt es Länder, wo man die Weißen verjagt hat! Lernt endlich etwas! Und lasst nicht alles in Europa rein, sonst werden sich auch bei uns solche Anschläge mehren mit und ohne Muslimhintergrund! Die Schweizer machen dann alles besser! Ha, ha! Die sind noch zu blöd um ihre Grenze zu zu machen! Schande
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    1. Antwort von julie montiel, zürich
      vielleicht sollten sie an ihrem geschichtsverständnis arbeiten. die schwarzen wurden als sklaven nach amerika geschleppt, wo sie noch heute diskriminiert und unterdrückt werden. in erster linie heisst es weiss gegen schwarz, nicht umgekehrt. dass auch sie dieses widerliche koloniale gedankengut in sich tragen und propagieren, ist beweis genug dafür.
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    2. Antwort von Sandro Baumgartner, Zürich
      Unglaublich ein Weisser Rassist ermordet 9 Schwarze in einer KIRCHE und sie schreiben was von nicht alle nach Europa rein lassen.
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    3. Antwort von S.Petrovic, Luzern
      @Mauerer. Unglaublich so große fremden hass bei euch. Weiße Amerikaner sind auch eingewandert in Amerika, die Schweizer sind auch von irgendwo gekommen - man sieht dass am bestens am 4 Amtsprachen .
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    4. Antwort von m.fischbacher, bern
      Und selbst Sie, S.Petrovic sind von irgenwoher in die Schweiz eingewandert.....
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    5. Antwort von R. Bräuer, Wittnau
      Niederer Bildungsstand ist in 80% verantwortlich für solche Übergriffe : ich dachte immer, solche Sachen passieren nur fernab der Schweiz, wenn ich aber ihren Kommentar lese, ist es um uns Hierzulande auch nicht gut bestellt, bei solchen Aussagen.
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