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Boris Johnson stellt Plan für Lockdown-Ausstieg vor
Aus Tagesschau vom 22.02.2021.
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Raus aus dem Shutdown Boris Johnson will auf Nummer sicher gehen

Die Briten können eine der schnellsten Impfkampagnen weltweit vorweisen. Bis Ende Juli soll jeder Erwachsene mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Eine erste Studie aus Schottland beweist heute: Die Spitaleinlieferungen gehen dank der Impfungen stark zurück.

Da könnte man denken, dass Premierminister Boris Johnson jetzt beim Beenden des Shutdowns aufs Tempo drückt. Doch das tut er nicht. Restaurants oder Pubs können beispielsweise erst im Mai Gäste wieder drinnen bedienen. Einige Stimmen aus der Wirtschaft haben heute dagegen aufbegehrt, doch viel Unterstützung haben sie nicht. Es wird erwartet, dass Schatzkanzler Rishi Sunak kommende Woche weitere Unterstützungsgelder sprechen wird.

Volk befürwortet mehrheitlich Vorgehensweise

Johnson weiss: Eine Mehrheit der Briten und Britinnen steht hinter seiner Strategie. Zwei Drittel befürworten strikte Massnahmen und ertragen es – ganz nach dem alten britischen Motto: «Keep calm, carry on».

So durchlebte das Vereinigte Königreich von den letzten elf Monaten rund sieben im Shutdown-Modus mit sehr strikten Regeln. Die Maxime: Bleib zuhause, geh nur nach draussen, wenn du einen triftigen Grund hast wie Einkäufe oder Sport.

Bilder von erschöpftem Pflegepersonal

Einer der Hauptgründe, warum die Briten dies mehrheitlich ohne Murren hinnehmen, ist das nationale Gesundheitssystem (NHS). Das staatlich finanzierte Health System geniesst ein enorm hohes Ansehen bei der Bevölkerung. Und diese geliebte NHS und ihr Pflegepersonal in den Spitälern waren komplett überlastet während der ersten Welle und bis vor wenigen Wochen.

Mit 120'000 Todesopfern ist Grossbritannien eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern. Die Bilder von erschöpften Pflegerinnen und Pflegern sowie von den Todesopfern waren in den britischen Medien sehr präsent.

«Better safe than sorry»

Für manches davon macht die Bevölkerung die Regierung verantwortlich. Johnson weiss, dass er jetzt beweisen muss, dass er aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Statt etwas mutiger und wirtschaftsfreundlicher zu agieren, hält er sich an ein anderes britisches Motto: «Better safe than sorry.» Frei übersetzt: Besser auf der sicheren Seite als sich später entschuldigen zu müssen.

Henriette Engbersen

Henriette Engbersen

Grossbritannien-Korrespondentin, SRF

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Engbersen ist seit Frühling 2017 Grossbritannien-Korrespondentin von SRF. Sie ist seit 2008 für das Schweizer Fernsehen tätig, zuerst als Ostschweiz-Korrespondentin und später als Redaktorin der «Tagesschau».

Tagesschau, 22.02.2021, 19:30 Uhr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Da wären wir beim Thema das im Maistream konsequent verschwiegen wird.
    Warum wird bei uns mit den Impfungen nicht vorwärts gemacht?
    Die Antwort ist einfach und offensichtlich: Weil das BAG komplett versagt hat.
    Hauptsache das dort offiziell jeder seinen Hund mit ins Büro nehmen kann weil die Chefin ihr Wauwau mehr liebt als ihren Job.
    Ausmisten aber sofort. Die nächste Pandemie kommt sowieso.
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Die britische Impfkampagne ist erfolgreich, nun soll der Ausstieg aus dem Lockdown in England vorangetrieben werden - behutsam und vorsichtig. Keine Spur mehr von seiner im vergangenen Jahr berüchtigten Spontaneität. Man kann der Erkenntnis nicht entkommen, dass Öffnungen zu mehr Erkrankungen und auch zu mehr Toten führen. Johnson will um jeden Preis vermeiden, dass die Massnahmen ein weiteres Mal verschärft werden müssen. England impft schon die zweite Gruppe. Vorbildlich!
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    UK musste für diese Erkentniss teuer bezahlen. Bei uns sind die Kantone und SVP gerade dabei, eben diesen Fehler noch zu machen.