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Recht auf Persönlichkeit Deutschland soll ein drittes Geschlecht bekommen

  • In Deutschland verlangt das Verfassungsgericht ein drittes Geschlecht für den Eintrag ins Geburtenregister.
  • Intersexuelle Menschen, die weder männlich noch weiblich sind, sollen sich etwa mit «inter» oder «divers» registrieren lassen können.

Das Verfassungsgericht begründet seine Forderung mit dem Persönlichkeitsrecht, das im Grundgesetz geschützt ist. Das deutsche Parlament muss nun bis Ende nächsten Jahres ein entsprechendes Gesetz schaffen.

Die Neuregelung war von einer Intersexuellen-Initiative verlangt worden. Die Beschwerdeführerin hatte erfolglos bis zum deutschen Bundesgerichtshof geklagt. Sie ist intersexuell, also zwischen den Geschlechtern geboren. Sie verfügt über einen atypischen Chromosomensatz.

Nach Schätzungen gibt es rund 80 000 intersexuelle Menschen in Deutschland. Seit 2013 besteht die gesetzliche Möglichkeit, die Eintragung im Geburtenregister offen zu lassen, wenn das Geschlecht eines Neugeborenen nicht eindeutig ist.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Bossert (EEE)
    Die Geschlechtsangabe hat eigentlich ohnehin gleich wenig auf auf einem Ausweis verloren wie die sexuelle Neigung (hetero, homo, bi) oder die Deklaration der Hautfarbe. Die Art und Ausprägung der persönlichen Geschlechtsteile sind reine Privatsache und gehen niemanden etwas an, egal ob man Hose, Rock, blau oder rosa trägt. Dass Mann sich beim Pinkeln in eine Kloschüssel hinsetzt statt davorsteht, ist auch nur eine reine Form des Anstandes und hat nichts mit Entwürdigung zu tun!
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Es geht dabei ja nur um den Eintrag im Geburtsregister, wo ja auch immer das Geschlecht des Kindes eingetragen wird. Auf der Geburtsurkunde steht es auch. Bisher haben vermutlich bei diesen Menschen dann immer die Eltern entschieden, was eingetragen wird.
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    2. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Ausweise dienen der Identifikation, die ewige Gleichmacherei hat hier nichts zu suchen.. wenn nun anders sich Fuehlende eben anders bezeichnen wollen warum nicht..
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  • Kommentar von Johannes Werner (gospelwalk)
    Die Person/-in geht nun flugs über den/die/das Fussgänger/-innen/an-Streifen...
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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Entgegen der Gender-Ideologie sind genetische Abweichungen ein gültiges Argument. Das man das Geschlecht einfach nicht erwähnt, halte ich für vertretbar. Das wärs dann aber schon. Das darf kein Türöffner für das Abschaffen des Geschlechts und für die Einführung beliebig vieler Gender-Varianten sein.
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