Rechts-konservativer Wahlsieg in Ungarn

Die Regierungspartei Fidesz hat die Kommunalwahlen in Ungarn klar dominiert. In der Hauptstadt Budapest ebenso wie in 15 von 18 Bezirkshauptstädten gewann die rechts-konservative Partei von Ministerpräsident Viktor Orban.

Viktor Orban

Bildlegende: Umstrittener Wahlsieger: Der rechts-konservative Premier Viktor Orban. Keystone

Ausserdem habe die Regierungspartei in allen Bezirksversammlungen eine Mehrheit, teilte die Wahlbehörde in der Nacht mit. Die Angaben stützen sich auf die Auszählung von 88 Prozent der abgegebenen Stimmen.

In Budapest behauptete Oberbürgermeister Istvan Tarlos (Fidesz) mit 49 Prozent der Stimmen seine Position. Die linke Opposition hatte es versäumt, rechtzeitig einen geeigneten Gegenkandidaten aufzustellen. Ex-Finanzminister Lajos Bokros, der die rechts-liberale Splitterpartei Bewegung für ein modernes Ungarn (Moma) anführt, kam mit 36 Prozent der Stimmen auf den zweiten Platz.

In den Budapester Stadtbezirken steigerte die Linke die Zahl ihrer Bürgermeister von drei auf fünf. Zuvor hatte sie mit bis zu zehn Bezirksbürgermeisterposten gerechnet. Die rechtsradikale Parlamentspartei Jobbik (Die Besseren) schnitt besser ab als vor vier Jahren. Sie stellt nun landesweit rund 20 Bürgermeister, um die Hälfte mehr als bisher.