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Rede vor der UNO Trump über Kim Jong Un: «Raketenmann auf Selbstmord-Mission»

Legende: Video Trumps Rede mit scharfen Worten Richtung Nordkorea abspielen. Laufzeit 3:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.09.2017.
  • Zum Auftakt der UNO-Generaldebatte hat US-Präsident Donald Trump Nordkorea mit der «totalen Vernichtung» gedroht.
  • Der einzig gangbare Weg sei das Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms.
  • Die nordkoreanische Regierung bezeichnete er als «verkommenes Regime».

Nordkorea sei ein Land, das die Welt mit Atomwaffen bedrohe. «Die USA sind ein Land von grosser Stärke und Geduld», sagte Trump.

Wenn die USA bedroht werden, haben wir keine andere Wahl, als Nordkorea völlig zu zerstören.
Autor: Donald TrumpUS-Präsident

«Der Raketenmann ist auf einer Selbstmord-Mission», erklärte er mit Bezug auf den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un. «Wenn die USA bedroht werden, haben wir keine andere Wahl, als Nordkorea völlig zu zerstören», fügte Trump an.

Legende: Video Trump: «Der Iran exportiert Gewalt» abspielen. Laufzeit 0:30 Minuten.
Vom 19.09.2017.

Scharfe Kritik auch am Iran

Trump attackierte auch den Iran scharf. Der Iran sei ein wirtschaftlich ausgelaugter Schurkenstaat und exportiere vor allem Gewalt, sagte Trump.

Iran müsse endlich die Rechte seiner Nachbarn akzeptieren und sich konsequent gegen jede Form von Terrorismus stellen. Man könne dieses mörderische Regime nicht so weitermachen lassen. Es gebe im Iran viele Menschen guten Willens, die einen Wechsel wollten. Sie müssten endlich gehört werden.

Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Trump erneut als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien.

Zudem wiederholte Trump seine Absicht, die Aussenpolitik an US-Interessen ausrichten zu wollen. «Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an erste Stelle stellen», sagte Trump. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun, fügte er hinzu.

Guterres setzt auf politische Mittel

Zur Eröffnung der Generaldebatte warnte auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres vor der Gefahr eines Krieges mit Nordkorea. Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm müsse mit politischen Mitteln gelöst werden, mahnte Guterres in New York.

Er appellierte an den UNO-Sicherheitsrat, geschlossen gegenüber Pjöngjang aufzutreten. Nur die Geschlossenheit des mächtigsten UNO-Gremiums werde es ermöglichen, einen diplomatischen Weg für die Lösung der Krise zu finden, sagte Guterres vor rund 130 Staats- und Regierungschefs, darunter Bundespräsidentin Doris Leuthard.

Einschätzung von SRF-Korrespondent Fredy Gsteiger in New York

«US-Präsident Donald Trump hat, für seine Verhältnisse, schon fast eine pro-UNO-Rede gehalten. All die Befürchtungen, er werde die Weltorganisation quasi als Boxsack missbrauchen und so seine Hardcore-Anhänger erfreuen, haben sich nicht bewahrheitet. Zumindest für den Moment setzt Trump auf die Vereinten Nationen – oder zumindest seine wichtigsten aussenpolitischen Berater setzen auf sie und haben zurzeit sein Ohr.»

30 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Die USA wollen die Unabhängigkeit der Staaten achten, aber wenn ein Staat Raketen- bzw. Atombombentests durchführt, wird er bedroht, dem Erdboden gleich gemacht zu werden. Die USA dulden keine Bedrohungen, aber bedrohen seit Jahrzehnten andere Staaten - und setzen diese auch um. Gut, dass die Welt in so deutlichen Worten die Verlogenheit der USA mitbekommt.
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  • Kommentar von Albert Planta (Plal)
    Ein Plädoyer für Souveräne Staaten: aber allzu Souverän sollten sie doch nicht sein.
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Es ist der pure Irrsinn was dieser "Immobilienhai" als Präsident der Weltmacht USA von sich gibt. Ich hoffe schwer, dass dieser als einer der unfähigsten US-Präsidenten diese Amtszeit durch ein "impeachment" Verfahren nicht mehr überleben wird. Alle namhaften Wirtschaftsgrössen der Hitech Industrie und Gouverneure der wirtschaftlich einflussreichsten "states" inkl. Republikaner arbeiten stark an Trump's Demontage. Die USA verdient einen fähigeren Präsidenten od. Präsidentin.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Sind wir doch froh um ein US-Präsident der nicht versucht, die US-Politik schön zu färben während seine Generäle weiterhin brutalste Angriffskriege planen.
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