Guglielmo Epifani leitet vorerst den Partito Democratico

Die stärkste Einzelgruppierung im italienischen Parlament, der Partito Democratico (PD), hat einen neuen Übergangspräsidenten. Guglielmo Epifani, Ex-Chef der italienischen Gewerkschaftsorganisation CGIL, soll die Geschicke der Partei bis zum offiziellen Parteikongress im Oktober leiten.

Guglielmo Epifani an einem Rednerpult.

Bildlegende: Guglielmo Epifani ist der neue Chef von Italiens Demokratischer Partei. Keystone

Die demokratische Partei (PD) des italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta hat einen neuen Übergangsvorsitzenden gewählt. Der frühere Gewerkschaftsführer Guglielmo Epifani wurde mit 85,8 Prozent der Stimmen Nachfolger von Pier Luigi Bersani.

Dieser war Ende April zurückgetreten, nachdem er mit der Regierungsbildung und zwei Kandidaten bei der Wahl des neuen Staatspräsidenten gescheitert war. Epifani führt die Demokraten übergangsweise bis Oktober, dann soll bei einem Parteikongress ein neuer Vorsitzender gewählt werden.

Die verschiedenen Lager der PD hatten sich vorab nach langen Diskussionen auf Epifani als Kanidaten geeinigt. «Ich habe diesen Auftrag nicht gesucht, aber angesichts des Drängens von vielen Seiten der Partei, kann ich mich dieser Verantwortung nicht entziehen», sagte er.


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Epifani sicherte Ministerpräsident Letta für seine grosse Koalition, die erst seit wenigen Wochen im Amt ist, die volle Unterstützung der Partei zu. Letta begrüsste die Wahl Epifanis als eine gute Nachricht für seine Regierung.

Bersani übte in seiner kurzen Ansprache auch leise Kritik. «Das Gesetz der Politik ist auch, dass man gemeinsam gewinnt und alleine verliert», sagte er.