Zum Inhalt springen
Inhalt

Regierungskrise in Deutschland SPD will nicht in die Grosse Koalition

Legende: Video Keine GroKo mit Martin Schulz abspielen. Laufzeit 00:12 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.11.2017.
  • Die SPD steht laut ihrem Vorsitzenden Martin Schulz für eine Grosse Koalition nicht zur Verfügung.
  • Die Wähler sollten die Lage nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen neu bewerten können, sagte Schulz und fügte hinzu: «Wir scheuen Neuwahlen nicht.»
  • Damit bliebe für die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel nur noch die Möglichkeit einer Minderheitsregierung der Union entweder mit den Grünen oder mit der FDP. Dies gilt aber als sehr unwahrscheinlich.

Die SPD bleibt auch nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche bei ihrem Nein zur Neuauflage einer Grossen Koalition. Die SPD halte es für wichtig, dass die Bürger die Lage neu bewerten können, so Parteichef Martin Schulz.

Tweet der SPD

Ob es zu Neuwahlen komme, hänge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ab. Schulz geht aber davon aus, dass Neuwahlen kommen werden, und er halte sie auch für richtig. Zur Kandidatenfrage fügt er hinzu, der SPD-Vorsitzende habe das Vorschlagsrecht. Von diesem werde er zu gegebener Zeit Gebrauch machen.

Die SPD hatte bereits unmittelbar nach ihrer historischen Niederlage bei den Bundestagswahlen eine Fortsetzung der Grossen Koalition ausgeschlossen. Die Sozialdemokraten hatten bei den Wahlen am 24. September nur 20,5 Prozent erzielt. Die Wähler hätten damals auch einer Grossen Koalition eine Absage erteilt, sagte Schulz.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Adrian Flükiger (Ädu)
    Schulz macht das einzig richtige. Von Frau Merkel vor den Karren spannen lassen, würde ich mich auch nicht. Da hat die Frau in den letzten Jahren zu viel Geschirr kaputt gemacht. Sie soll zusammen mal mit dem Seehofer das Feld räumen. Neue Köpfe braucht dieses Land - ganz dringend!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Der Traum von Schulz ist bei den Bundestagswahlen geplatzt wie eine Seifenblase. Jetzt hat er Angst vor sich selbst und einer noch grössere Blamage. Traurig, dass die SPD keinen besseren Kandidaten an der Spitze hat. Mit nötigen Reformen wird es mit Schulz sehr schwierig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Georg Schneider (Merguez)
    Ich staune, dass Herr Schulz ob der katastrophalen Lage, in der sich seine Partei nach diesem Jamaika-Ausflug - welcher gründlich ins Wasser fiel - befindet, trotzdem mit Freuden auf Neuwahlen hofft. Neuwahlen wären für CDU/CSU und SPD verheerend, würden sie nämlich beide zweifelsohne noch mehr Wähler an FDP und AfD verlieren. Eine Koaliation kann Herr Schulz nun tatsächlich auch nicht mehr ansteuern; den "Keinesfalls-eine-Koalition-Nagel" hat er schon zu tief in den Sarg der GroKo getrieben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen