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Italiens neue Regierung Bersani kündigt seinen Rückzug an

In Italien überschlagen sich die Ereignisse. Nach der vierten, ebenfalls ergebnislosen Runde zur Präsidentschaftswahl hat nicht nur Romano Prodi seine Kandidatur zurückgezogen. Auch Pier Luigi Bersani zieht seine Konsequenzen.

Pier Luigi Bersani, Wahlzettel in Urne legend
Legende: Bersani geht, wenn ein neuer Präsident kommt. Reuters

Italien muss weiter auf ein neues Staatsoberhaupt warten. Auch im vierten Wahlgang schaffte keiner der Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit. Der vom Mitte-Links-Bündnis aufgestellte ehemalige Ministerpräsident Romano Prodi erhielt nur 395 Stimmen.

Damit steht fest, dass auch viele Wahlmänner und -frauen aus dem eigenen Lager ihm nicht die Stimme gaben – sie haben zusammen 496 Stimmen in der Wahlversammlung. Prodi verfehlte die notwendige Mehrheit von 504 Stimmen deutlich. Er zog daraufhin am Abend seine Kandidatur zurück. Am Samstag soll nun ein fünfter und möglicherweise auch ein sechster Wahlgang stattfinden.

Nach der ergebnislosen vierten Runde kündigte Mitte-Links-Chef Pier Luigi Bersani am Abend seinen Rücktritt an. Nach Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen will er nach der Wahl eines neues Präsidenten sein Amt als Parteichef der Sozialdemokraten niederlegen.

Prodi war bereits der zweite Kandidat, den Bersanis Bündnis ins Rennen geschickt hatte. Der erste, Franco Marini, war in den ersten drei Wahlgängen gescheitert.

Legende: Video Wahl in Italien: Prodi fehlte die breite Unterstützung abspielen. Laufzeit 02:00 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.04.2013.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Bürger, Schweiz
    Die italienische Politik ist ein Trauerspiel schlecht hin. Wenn ein Land nicht in der Lage ist, innert nützlicher Frist eine Regierung auf die Beine zu stellen, hat sie es auch nicht verdient, z.B. als G-8 Mitglied in der Weltpolitik eine Rolle zu spielen. Italien gefährdet den gesamten EU-Raum & spielt somit mit dem Feuer. Es wird nicht mehr lange dauern & wir sehen uns mit einem bankrotten Italien konfrontiert. Dann ist wieder einmal grosszügige Hilfe angesagt. Wie lange geht das noch gut?
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  • Kommentar von A. Planta, Chur
    Warum nicht gleich den überaus verdienstvollen Silvio Berlusconi. Der war schon vier Mal Ministerpräsident und verfügt deshalb über breite Kenntnisse der Höhen und Tiefen der italienischen Politik. Da er erst 76 Jahre alt ist würde er unseren südlichen Nachbarn noch Jahrzehnte erhalten bleiben und würde bis an sein Lebensende Politische Immunität geniessen.
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  • Kommentar von franz schleiniger, montecatini/italien
    Weder Marini noch Prodi sind gescheitert. Gescheitert ist nur Bersani, der Präsident der Mitte-Links Koalition. Bersani reiht Fehler an Fehler, seit Beginn der Neuwahlen im Nov 2012. Die Flops bei der Wahl des Staatspräsidenten, müssten Bersani zum Rücktritt bewegen. Schon längst hat er die Partei nicht mehr hinter sich und verliert laufend an Glaubwürdigkeit. Bersani ist zu einfach Gestrickt!
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