Zum Inhalt springen
Inhalt

International Relative Relativierung: Clinton und ihr Putin-Hitler-Vergleich

Ex-US-Aussenministerin Hillary Clinton rudert zurück – halbwegs. Sie negiert den Vergleich von Putins Handeln mit demjenigen von Hitler in den 1930er-Jahren, spricht aber von einer «Taktik, die schon einmal genutzt wurde».

Hillary Clinton am Rednerpult der University of California
Legende: Die Taktik Putins erinnert Hillary Clinton an die Taktik der Nationalsozialisten in den 1930er-Jahren. Keystone

Die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton hat nach ihrem Vergleich des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Adolf Hitler ihre Wortwahl relativiert. «Ich stelle sicherlich keinen Vergleich an, aber ich empfehle, dass wir aus dieser Taktik, die schon einmal genutzt wurde, lernen können», sagte sie am Mittwoch bei einer Fragestunde an der University of California in Los Angeles laut dem Sender CNN.

Clinton hatte am Dienstag das Handeln des Kremlchefs im Ukraine-Konflikt laut der Lokalzeitung «Long Beach Press-Telegram» mit dem Satz kommentiert: «Wenn einem das bekannt vorkommt, es ist das, was Hitler damals in den 1930er-Jahren tat.»

Behauptungen wie in den 1930er-Jahren

Sie habe darauf hingewiesen, dass Putin eine russische Militärpräsenz auf der Halbinsel Krim und möglicherweise auch in östlichen Teilen der Ukraine damit rechtfertige, dass russische Minderheiten dort geschützt werden müssten, erklärte Clinton.

«Das erinnert an die Behauptungen, die damals in den 1930er Jahren gemacht wurden, als Deutschland unter den Nazis immer davon sprach, wie sie
ihre deutschen Minderheiten in Polen, der Tschechoslowakei und anderswo in Europa beschützten müssten.» Clinton gilt als potenzielle Kandidatin für die US-Präsidentschaftswahlen 2016.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    @G. Riedo: Auf welcher Seite stehen Sie? Russland habe nie ethnische Minderheiten verfolgt, behaupten Sie. Informieren Sie sich einmal über den baltischen Holocaust - etwa ein Drittel ermordet und zwangsverschleppt, damit das Baltikum russifiziert werden konnte! Schon sind dort wieder Ängste zu spüren. Wer voreilig von "Faschisten" redet, zeigt seine Gesinnung deutlich genug. - @O. Züger: Offensichtlich wäre es Ihnen Recht, wenn Südkorea heute kommunistisch wäre, nicht wahr?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Mattheo Steiner, Zürich
    Diese Frau ist die Inkarnation der Heuchelei - was die USA-NATO-EU-Kriegsmaschinerie schon alles für Länder (Vietnam, Nicaragua, Afghanistan, Irak, Serbien, Lybien, Syrien, nun das nächste Opfer, die Ukraine) aus reiner faschistischen Geld- und Machtgier in Schutt und Asche gelegt hat, wieviel Zerstörung, Leid und Tote diese Kriegsmaschinerie in die Welt gebracht hat, ist kaum aus zu machen; und auch ihren Händen klebt überall Blut. Putin nun mit Hitler zu vergleichen, ist maximal geheuchelt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M.Schmid, Bern
      Nein. Libyen, Syrien, Serbien / der Kosovo sind doch wirklich anders zu werten als Vietnam. Und das auch anders als der Irak oder Afghanistan.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Hitler ist immer gut für einen Vergleich und ein Zeichen intellektueller Trägheit
    Ablehnen den Kommentar ablehnen