Rettung nach 82 Stunden

Rettungskräfte haben in Kathmandu einen Mann aus den Trümmern lebend geborgen. Der Mann lag über 80 Stunden unter dem Schutt und Geröll eines eingestürzten Hotels in der nepalesischen Hauptstadt.

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Rettung aus den Trümmern

0:53 min, vom 29.4.2015

Die Hoffnung noch Überlebende zu finden schwindet in Nepal von Tag zu Tag. Dennoch gelang es französischen und nepalesischen Rettungskräften einen 28-jährigen Mann lebend aus den Trümmern zu bergen.

82 Stunden lag Rishi Khanal unter den Trümmern eines eingestürzten Hotels in Kathmandus Stadtteil Gongabu. Zehn Stunden dauerte die Rettungsaktion der Helfer. «Es war totenstill, kein Lärm drang von aussen herein. Ich schlug und schlug gegen das Geröll, und endlich antwortete jemand und kam mir zu Hilfe. Ich hatte nichts zu essen und nichts zu trinken. So trank ich meinen eigenen Urin», sagte Khanal nach seiner Rettung im Spital von Kathmandu. Ausser einem gebrochenen Bein, fehlt Rishi Khanal nichts.

Ein zweiter Mann habe es nicht geschafft. «Wir hatten gehofft, er kommt lebend raus, weil er noch mit uns gesprochen und uns seinen Namen gesagt hat», sagte ein Helfer der Zeitung «Nepali Times» online. Nach UNO-Angaben wurden bis Dienstagabend 14 Menschen von professionellen Hilfstrupps aus dem Schutt geholt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Internationale Hilfe kommt kaum in Nepal an

    Aus Tagesschau vom 28.4.2015

    Nach dem verheerenden Erbeben in Nepal werden bis zu 10 000 Todesopfer befürchtet. Viele versuchen Kathmandu auf der Suche nach Wasser und Nahrung zu verlassen. Internationale Hilfe kommt nur langsam an, da der einzige Flughafen im Land überfordert ist. Einschätzungen von Barbara Lüthi