Ringen um Kobane

Kurdische Kämpfer drängen die Terrormiliz Islamischer Staat mit Unterstützung internationaler Luftschläge in der syrischen Stadt Kobane wieder zurück. Offen bleibt, wann Peschmerga-Kämpfer zur Verstärkung in die syrische Kurdenenklave gelangen.

Rauchwolke über der Stadt Kobane.

Bildlegende: Die Schlacht um Kobane dauert an Keystone

Noch immer wartet die Stadt Kobane auf die Unterstützung der Peschmerga-Kämpfer. Dank massiver Luftschläge der internationalen Koalition konnten die kurdischen Kämpfer laut einem Aktivisten einige Gebiete zurückerobern. Darunter sei der strategisch wichtige Hügel von Tell Schair am Rande Kobanes.

Vor wenigen Tagen hatten IS-Einheiten einen rund drei Kilometer langen Korridor von dem Hügel Tell Schair bis zur Stadtgrenze eingenommen. Der Korridor im Westen diente den kurdischen Verteidigern unter anderem als Landestreifen für die am vergangenen Montag von US-Flugzeugen abgeworfenen Waffenlieferungen an die Kurden sowie als Pufferzone zum Grenzübergang in die Türkei.

Die Terrororganisation Islamischer Staat kontrolliert seit Juni grosse Gebiete in Syrien und im Irak. Im August begannen im Irak die internationalen Angriffe gegen die Dschihadisten, seit Ende September fliegt die Koalition auch Kampfeinsätze in Syrien.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Hilfe für die Kurden in Syrien

    Aus Tagesschau vom 23.10.2014

    Die Türkei erlaubt es kurdischen Peschmerga-Kämpfern, über die Türkei nach Syrien zu reisen. Dort wollen sie mithelfen, die Grenzstadt Kobane gegen den IS zu verteidigen. Hilfe, die dringend benötigt wird, denn die Kurden mussten sich auch vom strategisch wichtigen Hügel Tell-Schair zurückziehen.