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International Ringen um Kobane

Kurdische Kämpfer drängen die Terrormiliz Islamischer Staat mit Unterstützung internationaler Luftschläge in der syrischen Stadt Kobane wieder zurück. Offen bleibt, wann Peschmerga-Kämpfer zur Verstärkung in die syrische Kurdenenklave gelangen.

Rauchwolke über der Stadt Kobane.
Legende: Die Schlacht um Kobane dauert an Keystone

Noch immer wartet die Stadt Kobane auf die Unterstützung der Peschmerga-Kämpfer. Dank massiver Luftschläge der internationalen Koalition konnten die kurdischen Kämpfer laut einem Aktivisten einige Gebiete zurückerobern. Darunter sei der strategisch wichtige Hügel von Tell Schair am Rande Kobanes.

Vor wenigen Tagen hatten IS-Einheiten einen rund drei Kilometer langen Korridor von dem Hügel Tell Schair bis zur Stadtgrenze eingenommen. Der Korridor im Westen diente den kurdischen Verteidigern unter anderem als Landestreifen für die am vergangenen Montag von US-Flugzeugen abgeworfenen Waffenlieferungen an die Kurden sowie als Pufferzone zum Grenzübergang in die Türkei.

Die Terrororganisation Islamischer Staat kontrolliert seit Juni grosse Gebiete in Syrien und im Irak. Im August begannen im Irak die internationalen Angriffe gegen die Dschihadisten, seit Ende September fliegt die Koalition auch Kampfeinsätze in Syrien.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Zumar wurde von den Peschmerga dieses Wochenende befreit. Zumar ist fast wichtiger als Kobane, da Zentrum für Oelgewinnung u. Transport. Til Kocer wurde von den YPG/PKK zusammen mit eingetroffenen Peshmerga-Kämpfern gegen die IS gehalten u. dem Feind starke Verluste beigefügt. In Kobane ist die Lage stabil u. wird, sobald die vorgesehenen Peshmerga-Einheiten über die Türkei eingetroffen sind, auch dort losschlagen. Rabia Grenzübergang an der Grenze Irak/Syrien wird auch v. Peshmerga kontolliert.
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Es läuft gerade ein globales Mikado-Spiel: Wer sich zuerst bewegt, verliert! Deshalb gibt es bisher nur ein paar Alibi-Angriffe auf die IS. Jeder der Protagonisten könnte die IS umgehend alleine ersticken. Aber alle wollen vorher etwas für sich herausholen. Wenn die IS sich nicht mit der Türkei anlegen, Jordanien, Libanon und KSA in Ruhe lassen, kann das Spiel noch Jahre so weitergehen.
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Die Kurden im Irak wurden lange Zeit vom Westen überschätzt. Laut eigenen Angaben hätten diese eine eigene Armee von bis zu 200.000 Kämpfern im Irak. Jetzt werden daraus aber nur 150-200 Kämpfer gegen den IS in Kobane mobilisiert. Die Kurden erzielen gegen den IS nur unter allergrößten Anstrengungen Geländegewinne, unter Hilfe des Westens, obschon der IS angeblich nur 30.000 Kämpfer in beiden Staaten umfasst.
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    1. Antwort von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
      @R. Anderegg: Die von Ihnen genannten Zahlen was die IS betrifft sind schlicht falsch. Auch wenn Sie dieselben immer wieder wiederholen werden Sie nicht richtiger. Was die 200'00 Kämpfer der Kurden anbelangt, müssten Sie diese auch differenzierter betrachten: Grenzschutz, Polizei, Ortswehren etc. Dazu kommt die Ausrüstung. Wie lange gedenken Sie Ihre falschen Zahlen noch "herunterzubeten"???
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