Zum Inhalt springen

International Roma-Mädchen bleibt im Kosovo

Mitten auf der Schulreise wurde ein 15-jähriges Mädchen aus dem Bus gezerrt und zusammen mit ihrer Familie von Frankreich nach Kosovo abgeschoben. Nun lenkt der Präsident ein. Leonarda kann ihre Schulausbildung in Frankreich fortsetzen, doch das Mädchen lehnt das Angebot ab.

Der 15-jährige Leonarda wird zur Belastungsprobe für Frankreichs Präsident François Hollande. Seit Tagen gehen landesweit vorwiegend Jugendliche gegen die Ausweisung des Roma-Mädchens auf die Strassen. Die Protestwelle zeigt nun Wirkung: Hollande hat der Schülerin die Rückkehr nach Frankreich angeboten.

Legende: Video Nicht ohne meine Familie – Leonarda abspielen. Laufzeit 0:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.10.2013.

Allerdings gilt das Angebot nur für Leonarda, nicht aber für die ganze Familie und ist zeitlich begrenzt. Die 15-Jährige und ihre Familie lehnten das Angebot ab. Ihr Vater sagte, er werde auf keinen Fall eine Trennung seiner Familie hinnehmen. Seine Kinder seien in Frankreich integriert, im Kosovo dagegen Fremde. Er kündigte an, «unter allen Umständen» mit seiner Familie nach Frankreich zurückzukehren.

Rechtmässig, aber ohne Augenmass

Bei der Abschiebung seien «keine Gesetze verletzt» worden, die Rechtsmittel der Familie seien allesamt ausgeschöpft gewesen, rechtfertigte François Hollande bei einer Ansprache im Elysée-Palast die Ausweisung.

Auch die Aufsichtsbehörde der Verwaltung erklärte in einem am Samstag veröffentlichten Bericht, die Abschiebung der Schülerin sei rechtmässig gewesen. Dass Leonarda während eines Schulausflugs aus dem Bus geholt und mitsamt ihrer Familie abgeschoben wurde, zeuge jedoch von einem Mangel an Augenmass der Polizei.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    "Roma-Mädchen lehnt Rückkehr nach Frankreich ab" Offenbar war die Verfolgung, der diese Familie angeblich im Kosovo ausgesetzt war, nur eine Erfindung, um in F Asyl zu erschleichen. Daher ist nur gut, dass man das mit der Verweigerung der Rückkehr nach F selber vollumfänglich eingeräumt bzw. indirekt zugegeben hat. Trickse und Tränendrückereien scheinen in F nicht auf fruchtbaren Boden zu fallen. Gut so!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    ein vernünftiger Entscheid, Gratuliere, Mädchen und alles Gute!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen