Rotstift-Offensive gegen US-Armee

Auch die US-Streitkräfte müssen dem riesigen Loch im Staatsbudget Tribut zollen. Das Pentagon bestätigte jetzt Medienberichte, wonach zehntausende Soldaten ihren Dienst quittieren müssen. Auch zivile Mitarbeiter sind von der Sparmassnahme betroffen.

US-Soldat vor US-Flagge

Bildlegende: Tausende US-Soldaten und zivile Kräfte stehen in den USA vor einer ungewissen Zukunft. Reuters

Aus Spargründen sollen die US-Bodentruppen in den kommenden zwei Jahren um 40'000 Soldaten verkleinert werden. Auch 17'000 zivile Stellen bei den Streitkräften würden gestrichen, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Washington.

Offizielle Bekanntgabe in Kürze

Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «USA Today». Der Ministeriumsvertreter kündigte an, die Stellenstreichungen würden bald offiziell bekannt gegeben. Laut «USA Today» soll dies diese Woche erfolgen.

Die Zeitung hatte aus einem nicht näher bezeichnetem Dokument zitiert, dass die US-Armee am Ende des Steuerjahres 2017 noch 450'000 Soldaten haben werde. Das Steuerjahr endet am 30. September 2017.

Zehntausende weitere Stellen auf der Kippe

Zusätzlich zu den genannten 40'000 müssten angesichts von pauschalen Sparvorgaben für alle Ressorts ab Oktober womöglich noch 30'000 weitere US-Soldaten im In- und Ausland aus dem Dienst scheiden.

Auf dem Höhepunkt der US-Einsätze im Irak und in Afghanistan hatte es dem Bericht zufolge 570'000 US-Soldaten gegeben.