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International Rubio gibt Trump einen Korb

Der Feind meines Feindes ist mein Freund – so oder so ähnlich muss Donald Trump gedacht haben, als er Marco Rubio vorschlug, ihn zu seinem Vize-Präsidentschaftskandidaten zu machen. Gemeinsam sollten sie gegen Hillary Clinton Front machen. Doch der Umworbene winkt dankend ab.

Rubio und Trump, hier bei einer TV-Debatte im Februar.
Legende: Rubio und Trump, hier bei einer TV-Debatte im Februar, verbindet eine herzliche Abneigung. Keystone

Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem Fernsehsender CNN.

Dazu lägen er und Trump in ihren Ansichten zu weit auseinander. Trump brauche einen Vizepräsidentschaftskandidaten, der für dieselben Dinge einstehe. Rubio war selbst Präsidentschaftsbewerber der Republikaner. Der Senator aus Florida zog sich im März zurück, nachdem er in seinem Heimatstaat eine herbe Niederlage erlitt.

Rubio und Trump lieferten sich während des Vorwahlkampfs einen heftigen Schlagabtausch. So bezeichnete Rubio den US-Milliardär als Hochstapler. Trump seinerseits sprach von Rubio als Leichtgewicht und nannte ihn «Kleiner Marco».

Duell Trump vs. Clinton so gut wie sicher

Rubio sagte Trump nun aber zu, ihn dabei zu unterstützen, die US-Präsidentschaftswahl am 8. November zu gewinnen. «Ich will nicht, dass Hillary Clinton Präsidentin wird», sagte Rubio. «Wenn ich irgendetwas tun kann, um das zu verhindern und es der Sache nützt, fühle ich mich geehrt, dafür in Betracht zu kommen.»

Da sich Trump die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei vorzeitig gesichert hat und bei den Demokraten die Kandidatur von Clinton so gut wie sicher ist, läuft es bei dem eigentlichen Wahlkampf auf ein Duell zwischen dem Immobilien-Milliardär und der früheren US-Aussenministerin hinaus. Offiziell nominiert werden soll Trump auf dem Parteitag im Juli.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Wieser (Walt)
    Klare Falschmeldung des CNN! Rubio ist von Trump nicht fuer den VP Posten angefragt worden. Folgedessen hat er auch nicht abewinkt. Rubio ist defintiv aus dem Rennen gestiegen und hat seine Delegiertenstimmen zu Trump transferiert. Das ist erlaubt und zeigt nur auf das Rubio Trump unterstuetzt. Noch einmal: Hillary ist als demokratische Kandidatin noch lange nicht gesetzt! Bei den Demokraten wird in den naechsten Wochen noch einiges passieren! Ich wuerde CNN nicht alles glauben......
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Dieser Punkt ist schon mal unbestritten klar! Ein guter Schachzug von Donald Trump, den ist er los! Hier sieht man, dass er sehr wohl fähig ist, US-Präsident zu werden. Er hat einen gesunden Menschenverstand +ist hoch begabt. Das heisst, er ist ein echt Intellektueller. Das Wort "Intellektuell" wird bei uns falsch ausgelegt, indem fälschlicherweise studierte Leute als Intellektuelle bezeichnet werden. Ein echter "Intellektueller" hat aber eine natürliche Gabe, logisch zu denken, auch ohne Uni!
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    1. Antwort von Nicolas Ferndriger (N.F)
      Das D. Trump intellektuell, geschweige denn intelligent sein soll ist schlicht historisch & faktisch falsch. Viel eher passt zu ihm: "A broken clock is right twice a day."
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Ich persönlich würde das als "Fehlgriff mit Konsequenzen" von Trump bezeichnen, der die Schwächen Trumps deutlich offenlegt. Ein Schachzug wäre es gewesen, Kasich als Vize vorzuschlagen. Mit Rubio oder Cruz holt man sich keine notwendigen Stimmen in den Swing States.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Im Wahlkampf nannte Rubio den Milliardär noch einen Hochstapler und vollkommen ungeeignet. Jetzt will er ihn unterstützen. Er möchte auf keinen Fall, dass Hillary Clinton Präsidentin wird. Wie heuchlerisch und blauäugig diese Amis doch handeln. Kann Hillary Clinton diesen Wahsinn Trump als US Präsident stoppen?
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