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International Ruhe nach dem Sturm auf dem Taksim-Platz

Am Sonntag gibt es nur noch wenige Hinweise darauf, dass es in der Nacht in Istanbul wieder schwere Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei gab. Die Sicherheitskräfte hatten erstmals seit Tagen wieder Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt.

Auf dem Taksim-Platz in Istanbul ist am Sonntag wieder Normalität eingekehrt. Augenzeugen berichten, nach der nächtlichen Grossdemonstration sei der Platz nun wieder für den Verkehr geöffnet.

Wasserwerfer und Tränengas

Am Samstagabend und in der Nacht war es auf dem Taksim-Platz erneut zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Die Polizei erstmals seit Tagen wieder Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt.

Auf dem Platz hatten sich zehntausende Menschen versammelt, um gegen die konservativ-islamische Regierung von Premierminister Recep Tayip Erdogan zu protestieren. Bis zum Wasserwerfereinsatz verlief die Demonstration friedlich. Die Proteste in der Türkei dauern inzwischen seit mehr als drei Wochen an.

Legende: Video Zusammenstösse in Istanbul abspielen. Laufzeit 00:17 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.06.2013.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Amr ibn al-As, Basel
    Atatürks Reformen (Abschaffung des Kalifats 1923, Übernahme des Schweizerischen Zivilgesetzes 1926, Übernahme des deutschen Handelsrechts und italienischen Strafrechts 1928, Ersetzung der arabischen durch die lateinische Schrift 1928, aktives und passives Wahlrecht für die Frauen 1934 usw.) schafften überhaupt die Grundlagen für eine zukünftige demokratische Gesellschaft. Wo der Islam sich ausbreitet und konstitutionalisiert, geht die Demokratie flöten. Die Geschichte ist mein Zeuge.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Und da gibts noch Politiker, die finden, dass man mit der Türkei jetzt erst recht über einen EU-Beitritt verhandeln müsse. Was versprechen die sich nur?? Naiver gehts nimmer!
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  • Kommentar von Amr ibn al-As, Basel
    Es gibt immer noch ein paar Ewiggestrige, die meinen, dass Erdogan in den letzten 10 Jahren ein Wirtschaftswunder vollbracht hätte. Hier nochmals ein paar Eckdaten: Außenhandelsbilanz -105,9 Mrd $. (2011), öffentliche Schulden 2010 307 Mrd. $, öffentliche Schulden 2002 (vor Erdogans Machtantritt) 134 Mrd. $, Schulden der Privathaushalte 433 Mrd. $. Die Wirtschaft blüht also deshalb, weil sowohl der Staat, die Kommunen und die Privathaushalte auf Pump leben. Diese Blase wird irgendwann platzen.
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