Russische Kriegsschiffe im Ärmelkanal

Die Szenerie wirkt bedrohlich. Zwei russische Kriegsschiffe ankern in einer Bucht vor der Normandie. Das russische Verteidigungsministerium erklärt das Manöver als Reaktion auf die NATO.

Russisches Kriegsschiff ankert in der Dämmerung

Bildlegende: Russische Marine (Archivbild) Reuters

Russland hat mit einer Übung der Kriegsmarine im Ärmelkanal seine militärischen Muskelspiele fortgesetzt. Ein U-Boot-Zerstörer der russischen Nordflotte sowie weitere Schiffe passierten heute den Kanal zwischen dem französischen Calais und dem britischen Dover.

Der Verband sei wegen eines Unwetters in die neutralen Gewässer einer Seine-Bucht eingelaufen, teilte die Marine mit. Der Schiffsverband werde geleitet vom Zerstörer «Seweromorsk», der auf den Kampf gegen U-Boote spezialisiert ist, teilte das russische Flottenkommando Nord nach Angaben der Nachrichtenagentur Ria Nowosti mit.

Bestätigung aus dem russischen Verteidigungsministerium

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, das Manöver gelte als Antwort auf ähnliche Übungen der Nato im Osten Europas. Russland hält seit mehreren Wochen Militärmanöver mit verschiedenen Streitkräften weit ausserhalb seiner Landesgrenzen ab – auch mit Langstreckenbombern.