Russischer Militärhelikopter im Norden Syriens abgeschossen

Der Helikopter war nach russischen Angaben auf dem Rückweg von einem Hilfstransport nach Aleppo, als er über der Provinz Idlib abgeschossen worden. Die fünf Menschen an Bord kamen ums Leben.

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Wrack des russischen Helikopters

0:22 min, vom 1.8.2016

Beim Abschuss eines russischen Militärhelikopters im Norden Syriens sind alle fünf Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte das russische Verteidigungsministerium.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hatte die Transportmaschine Hilfsgüter in die seit Monaten belagerte Stadt Aleppo gebracht. Auf dem Rückflug in die Luftwaffenbasis Hamaimim sei der Helikopter über der Provinz Idlib vom Boden aus abgeschossen worden, heisst es weiter. An Bord seien drei Mann Besatzung und zwei russische Offiziere gewesen.

Wer schoss die Maschine ab?

Wer hinter dem Abschuss steht, ist bislang unklar. Die Region Idlib gilt als Hochburg der Al-Kaida-nahen Al-Nusra-Front. Die Gruppe, die in der vergangenen Woche ankündigte, ihren Namen zu ändern, hat sich aber bisher nicht zum Abschuss bekannt.

Seit Beginn des Militäreinsatzes in Syrien im September hat die russische Luftwaffe mehrere Hubschrauber verloren und einen Kampfjet Suchoi Su-24, der von der türkischen Luftwaffe abgeschossen wurde. Zuletzt war Anfang Juli ein angeblich syrischer Kampfhubschrauber abgeschossen worden, in dem auch zwei russische Ausbilder sassen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Al-Nusra-Front wächst im Schatten des IS

    Aus Tagesschau vom 18.6.2016

    Während die Terrormiliz IS in den letzten Wochen stark geschwächt werden konnte – auch die Islamisten-Hochburg Falludscha soll von den Terroristen befreit worden sein – wächst in Syrien der Zuspruch für eine andere islamistische Gruppierung: Die Al-Nusra-Front positioniert sich mit erschreckendem Erfolg als Atlernative zum IS.