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International Russland hebt Lieferstopp für Raketenabwehrsystem an Iran auf

2010 hatte Russland das Geschäft mit dem Rakten-Flugabwehrsystem S-300 wegen der UNO-Sanktionen gestoppt. Nun werden die Karten neu gemischt.

Archivbild des S-300-Systems
Legende: Archivbild des S-300-Systems: Russland will den Lieferstopp für das Raketenabwehrsystem wieder aufheben. Keystone

Russlands Präsident Wladimir Putin hat einen 2010 verhängten Lieferstopp für das Flugabwehr-Raketensystem S-300 an Iran aufgehoben. Der Ukas trete sofort in Kraft, so der Kreml.

Russland hatte das Geschäft mit dem S-300 vor fünf Jahren wegen der UNO-Sanktionen gestoppt. Die iranische Führung verklagte Moskau daraufhin wegen Vertragsbruchs auf vier Milliarden US-Dollar.

Auch Lebensmittel und Baumaterial für Iran

Der Kreml hatte in den vergangenen Tagen mehrfach gefordert, die Sanktionen gegen Iran aufzuheben – mit Verweis auf die Fortschritte in den Atomverhandlungen. Iran und der Westen hatten sich Anfang April grundsätzlich im Atomstreit geeinigt. Die Eckpunkte sollen bis Ende Juni in ein Abkommen münden.

Russland kündigte an, auch Weizen, Ausrüstung und Baumaterialien an den Iran liefern zu wollen. Im Gegenzug soll Russland Erdöl aus Iran erhalten.

Stichwort: S-300

Das noch zu Sowjetzeiten entwickelte russische Flugabwehr-Raketensystem S-300 zerstört mit präziser Lenktechnik gegnerische Flugzeuge oder Raketen. Dazu ortet zunächst eine mobile Radarstation das Objekt. Dann rasen Raketen mit einem speziellen Erfassungssystem zum Ziel. Das System besteht aus mehreren auf Tiefladern montierten Anlagen.

43 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin, Zürich
    Der russische "Lügenbaron" Lawrow plappert Putin nach was dieser ihm vorgegeben hat. Wenn die Russen glauben, dass sie machen können was sie wollen, muss der Westen die Sanktionen verstärken. Gut wäre, wenn die EU einmal Griechenland den Tarif erklären würde. Keine Mia mehr nach Griechenland aus fertig, in Urlaub fahre ich dorthin sowieso nicht.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet, Neustadt
      Gemäß der Doktrin von m.mitula aus wil könnten ja dann die USA parallel zu Sanktionen die Raketensysteme in den osteuropäischen Staaten erweitern und ausbauen. Die Gegenmaßnamen der Israelis möchte ich mir schon gar nicht ausmalen, denen würde nämlich eine einzige kleine Atombombe ihr kleines Land ein für allemal auslöschen, was sich radikale Moslems ja schon geschworen haben. Putin hat ein Wettrüsten mit unabsehbaren Folgen ausgelöst.Seine Kriegsflotte manövriert gerade im Ärmelkanal.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Neustadt
    Stanic: Sie plappern nach, was der RUS- Außenminister Lawrow so alles aus der Luft greift. Geltende Resultion 1929 des UN-Sicherheitsrates: "Der Sicherheitsrat entschied, dass alle den Nachschub, den Verkauf oder die Übertragung von Kampfpanzern, gepanzerten Fahrzeugen, großkalibrigen Artilleriewaffensystemen, Kampfflugzeugen, Kampfhubschraubern, Kriegsschiffen, RAKETEN oder RAKETENSYSTEME an Iran unterbinden müssen ". RUS bricht also diesen UNO-Beschluss, den es selbst mitbeschlossen hat.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Neustadt
    Eine Lumpenallianz der Despoten in Russland, China, Nordkorea, Iran, Assads Syrien treibt ihr Unwesen. Und Loser Griechenland möchte sich bei Putin einschleimen. Fehlt noch einer in der Allianz der Unruhestifter ? All das bedeutet nichts Gutes für den Weltfrieden. Verwunderlich schon, dass es ausgerechnet in der Schweiz Leute gibt, die über diese Entwicklung hocherfreut sind. Das hätte ich in meinen schlimmsten Albträumen nicht für möglich gehalten. Was tun sich da für Abgründe auf!
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    1. Antwort von m.mitulla, wil
      @M.Chauvert. Wer hat denn all die Kriege der letzten ca. 15 Jahre angezettelt??? Mit erfundenen/ erlogenen/ gefälschten Kriegsgründen??? Wer hat mit Abstand die grösste Militär- und Wirtschaftsmacht der Welt - und ist am hungrigsten nach Rohstoffen??? Kleiner Tipp: Putin ists nicht :D Bitte zurücklehnen und nachdenken!
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    2. Antwort von Marcel Chauvet, Neustadt
      @mitula: Darf man aus Ihrer Argumentation schließen, dass Sie damit völkerrechtswidrige und riskante Strategien im allgemeinen rechtfertigen wollen? Die Amerikaner tun das, also darf jeder x-beliebige Staat das gleiche tun? Oder ist der Russe Ihr Honey Darling, der sich alles erlauben darf?
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    3. Antwort von m.mitulla, wil
      @M.Chauvet. Ich rechtfertige gar keinen Krieg - jeder Krieg ist per se falsch und hinterlässt nur Verlierer. Soviel zum "Honey Darling". Sachlich und in Ruhe betrachtet muss man feststellen, dass in den Kriegen der letzten 30 Jahre (fast) immer die USA die Aggressoren waren: Beispiele habe ich oft genug erwähnt - die Liste liesse sich ergänzen, sodass der Rahmen von 500 Zeichen gesprengt würde. Und noch etwas: Bitte hören Sie auf, mich oder andere falsch zu zitieren/ interpretieren. Adiä-Messi!
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