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International Russland nicht mehr im UNO-Menschenrechtsrat

Schallende Ohrfeige: Russland fällt bei der Wiederwahl in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen durch. Das Land verlor die Abstimmung gegen Ungarn und Kroatien.

Blick in die UNO-Vollversammlung in New York.
Legende: Die UNO-Vollversammlung in New York (Archivbild) hat abgestimmt: Russland ist nicht länger im Menschenrechtsrat. Reuters

Die UNO-Vollversammlung hat Russland überraschend seine Wiederwahl in den Menschenrechtsrat verwehrt. Das Land scheiterte bei der Abstimmung in New York. Russland erhielt nur 112 Stimmen und konnte sich damit nicht gegen Ungarn (144 Stimmen) und Kroatien (114 Stimmen) durchsetzen.

Anfang der Woche hatten mehr als 80 Menschenrechts- und Hilfsorganisationen wegen Russlands Rolle im Syrien-Krieg dazu aufgerufen, das Land nicht mehr in das UNO-Gremium zu wählen – darunter Human Rights Watch, CARE International, Refugees International.

Am Freitag wurde über die Neubesetzung von 14 von 47 Sitzen im UNO-Menschenrechtsrat ab 2017 abgestimmt. In der Osteuropa-Gruppe waren zwei Sitze neu zu besetzen, die nun an Ungarn und Kroatien gehen.

Saudi-Arabien bleibt im Rat

Auch gegen eine Wiederwahl Saudi-Arabiens hatten sich die Menschenrechtsorganisationen ausgesprochen. Das Land erhielt jedoch ausreichend Stimmen der 193 Mitglieder der UNO-Vollversammlung für eine erneute dreijährige Periode in dem Gremium.

Der UNO-Menschenrechtsrat wurde 2006 gegründet. Die UNO-Behörde hat ihren Sitz in Genf. Aufgabe ist, die Menschenrechte weltweit zu fördern und zu schützen. Am vergangenen Freitag hatte sich der Menschenrechtsrat mit der Situation in der umkämpften syrischen Metropole Aleppo befasst und eine gesonderte Untersuchung zu den Menschenrechtsverletzungen in der belagerten Stadt gefordert.

30 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Janthiang (Bruno Janthiang)
    Ja und die USA, Saudi Arabien, Türkei und und sind dann die Guten. Sie ermorden die Zivilbevölkerung nur mit guten Bomben.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Ja, für die UNO gibt es eben die Guten, dies sind die USA, Saudi Arabien, die Türkei usw. & die haben gute Bomben usw., welche nicht die Menschenrechte verletzen & es gibt den bösen Russen, welche halt die bösen Bomben haben. Die UNO = ein UNOptikum = ein antiker Projektor, welcher ungepflegt, mit trüb gewordener Linse unklare, sehr verschwommene Bilder wiedergibt, welche sich dann Gutgläubige nach ihrer Facon zurechtbiegen & schönen.
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  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Liebes SRF, braucht es noch einen deutlicheren Hinweis über die Arbeitsweise der Troll-Armee als die Kommentare zu diesem Artikel? Hier wird professionell gearbeitet und "geliked".
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    1. Antwort von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
      Lieber Herr Klausner. Dank Ihnen habe ich vorhin ein bisschen nachgeforscht und etwas gelernt: Ich werde mich über Ihre Kommentare nicht mehr aufregen. Freundliche Grüsse!
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    2. Antwort von Udo Gerschler (UG)
      Herr Klausner,was sie da schreiben,das erinnert aber schon an eine Verschwörungstheorie.
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    3. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      warum aufregen Frau Zwahlen. Trolle sind doch etwas Gutes. Sie können auch provozieren um Meinungen aus den anderen herauszulocken. Jetzt sind es halt die Putin-Trolle,früher die Putinversteher.
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  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Das passt doch prima: Saudi-Arabien, Hüter der UN-Menschenrechtskommission, Kriegstreiber&Sponsor von IS etc. hat für eine Reihe von Vergehen die Todesstrafe vorgesehen, darunter Hochverrat, Drogenhandel, Ehebruch, Gotteslästerung und Hexerei. Nach Angaben von AI sind 2015 158 Todesurteile vollstreckt worden. Trotz internationaler Kritik. Russland kann es als Ehre betrachten, diesem Club nicht mehr anzugehören.
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