Russland pumpt zwei Milliarden Dollar in die Ukraine

Der Kreml in Moskau hat dem ukrainischen Präsidenten Janukowitsch weitere finanzielle Unterstützung versprochen. Zwei Milliarden Dollar sollen noch diese Woche nach Kiew fliessen.

Vermummte Demonstranten vor dem Rathaus in Kiew, einer hält ein Portrait des Präsidenten verkehrt herum.

Bildlegende: Janukowitsch-Gegner vor dem Rathaus in Kiew: Die Proteste gegen die Regierung gehen weiter. Keystone

Russland stärkt dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch mit einer weiteren Geldspritze den Rücken. Bis Ende der Woche werde sein Land ukrainische Anleihen für zwei Milliarden Dollar kaufen, sagte Finanzminister Anton Siluanow am Montag in Moskau.

Das Geld ist Teil eines Hilfspakets mit einem Gesamtvolumen von 15 Milliarden Dollar. Bereits im Dezember war eine erste Tranche über drei Milliarden Dollar geflossen.

Janukowitsch steht innenpolitisch unter Druck. Er hatte im November überraschend ein Freihandelsabkommen mit der EU abgelehnt. Russland sagte ihm daraufhin Finanzhilfen und Rabatte auf Gaslieferungen zu. Die Proteste gegen die Abkehr von der proeuropäischen Linie halten seither an.

Treffen Merkels mit Opposition in Berlin

Am Montag empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin den ukrainischen Oppositionspolitiker Vitali Klitschko. Merkel äusserte sich nach dem Gespräch nicht zu allfälligen Sanktionen gegen die ukrainische Regierung. Sie erklärte aber, dass Deutschland und die EU alles für einen positiven Ausgang der Krise tun würden.