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International Russland und Griechenland rücken näher zusammen

Beide haben sie ihre liebe Mühe mit Europa und spannen nicht zuletzt deshalb zusammen. Russlands Präsident Wladimir Putin und Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras wollen die wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen.

Legende: Video «Putin trifft Tsipras in Athen» abspielen. Laufzeit 3:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.05.2016.

Russland und Griechenland wollen ihre Kooperation fortsetzen und weiter ausbauen. Dies teilten der russische Präsident Wladimir Putin und der griechische Regierungschef Alexis Tsipras nach einem Treffen in Athen mit.

Russische Firmen hätten Interesse am Kauf von griechischen Staatsunternehmen, erklärte Wladimir Putin. Dazu gehörten Eisenbahnen und der Hafen von Thessaloniki. Zudem setzt Putin auf den Tourismus in Griechenland: «Eine Million Russen werden dieses Jahr [in Griechenland] erwartet.»

Griechenlands Öffnung nach Osten

Auch Alexis Tsipras hoffe, aus dem Besuch Putins innenpolitisch Vorteile zu ziehen, indem er sich nach Osten öffne, hiess es.

Die engen Kontakte mit Putin und Russland stehen aber im Kontrast zu den von der EU verhängten Sanktionen wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim.

«Unsere Kooperation ist von strategischer Bedeutung für Griechenland», sagte Tsipras. Griechenland habe zwar tiefe Wurzeln in Europa, im Westen und der Nato. Man zögere aber nicht, die Beziehungen auch im Osten Europas auszubauen.

Thema Krim ist abgeschlossen

Zum Thema der Sanktionen des Westens gegen Russland, meinte Putin, dass sobald sie aufgehoben sind, werde Moskau entsprechende Schritte machen. Die Annexion der Halbinsel Krim sei ein für alle Male beendet.

Pilgerzug auf den Berg Athos

Wladimir Putin auf dem Berg Athos.

Russland und Griechenland verbindet die christlich-orthodoxe Kirche. Am Samstag wird Putin zur Autonomen Mönchsrepublik Berg Athos pilgern, einer Hochburg des orthodoxen Christentums. An den Feierlichkeiten wird auch der russische Patriarch Kyrill teilnehmen. Putin setzt so Religion auch für seine Innenpolitik ein.

21 Kommentare

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  • Kommentar von Dacha Dack (dacha)
    Wurde auch mal Zeit das sich der Osten zusammen schliest! West Europa und die USA müssen endlich gestopt werden!
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Schon eine seltsame Metamorphose, die dieser Putin in seinem irdischen Dasein vollzogen hat. Vom kommunistischen KGB-Atheisten zum Kirchenbauer und frömmelnden Christen, der aber andere Länder bedroht, ihnen Territorien klaut, sie mit Krieg überzieht, über Leichen geht und destabilisiert. Wünsche ihm auf Athos bei den gut genährten Popen der reichen und staatlich privilegierten griechischen Orthodoxie eine gute Andacht und innere Einkehr
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    1. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      Vor paar Woche, wenn ihre Kanzelerin in Vatikan war und Papst Hand geküsst hat, haben Sie sich nicht aufgeregt? Sie ist Protestantin und auch ehemalige Mitglied Partei. Sie ist gerade dran Despoten zu unterstützen eigene Bewölkerung zu ermörden und vertreiben. Sie stellt Interesse eines fremdes Landes über eigenen (NSA, TTIP...). Da hätte mich wie Deutsch viel mehr aufgeregt.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Die Griechen kennen ihre wahren Freunde - nur wir hier in der CH dienen uns bei den falschen Freunden an. ( Ein kl. Beispiel aus der Praxis - ein Auftrag nach Südamerika 4 Bewerber Bereich Maschinenbau , CH , D, B, USA ) Den Auftrag von über einer Mio Fr erhielt die USA ! Die CH -Qualität nachweislich die höchste, bei nahezu selbem Preis kam nicht zum Zug. Wir machen mit unserer Politik unsere Firmen pleite .
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