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International Russlands Vizeaussenminister empört über US-Sanktionen

Die USA haben Sanktionen gegen Regierungsvertreter und Firmen mit Verbindungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin verhängt. Darunter seien auch Mitglieder des engeren Führungskreises des Präsidenten, heisst es. Die Antwort Russlands liess nicht lange auf sich warten.

Legende: Video Scharfe Töne aus USA und Europa abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.04.2014.

Nachdem die USA und die EU Regierungsmitglieder, Unternehmer und Toppolitiker mit Kontoeinfrierungen sowie Reiseverbote belegt haben, melden sich erste Betroffene zu Wort.

Unter ihnen befindet sich der Chef des Ölkonzerns Rosneft. Dieser hat gelassen auf die gegen ihn verhängten US-Sanktionen reagiert. Diese richteten keinen Schaden bei Kooperationen des Konzerns mit anderen Unternehmen an, sagte Igor Setschin. «Ich betrachte die jüngsten Schritte von Washington als eine Wertschätzung unserer Arbeitseffizienz», ergänzte er. Die Sanktionen erfolgten durch den Westen angesichts der eskalierenden Lage in der Ukraine.

Setschin versicherte den Aktionären und Partnern zugleich, dass die Leistungsfähigkeit von Rosneft nicht nachlassen werde. Die Kooperationen mit anderen Firmen seien davon nicht betroffen.

«Zeiten des Kalten Krieges»

Weniger gelassen tönte es seitens des russischen Vize-Aussenministers, Sergej Ribakow. Die Bestrafung einzelner ausländischer Staatsbürger sei illegitim und unzivilisiert, erklärte er auf der Internetseite des Ministeriums. Den USA warf er vor, mit den Beschränkungen von Hightech-Exporten in Zeiten des Kalten Krieges zurückzufallen. Er drohte aber auch mit Gegenmassnahmen.

Zuvor hatten das Weisse Haus in Washington sowie EU-Staaten mitgeteilt, dass russische Regierungsmitglieder mit Strafen belegt worden seien. Darunter befänden sich Mitglieder des engeren Führungskreises von Kremlchef Wladimir Putin sowie Unternehmen. Über die Anzahl der betroffenen Personen und Unternehmen bestehen unterschiedliche Angaben aus den Nachrichtenagenturen.

Die Sanktionen beinhalten unter anderem Reiseverbote für die Betroffenen. Dazu würden ihre Vermögen sowie jene der Unternehmen in den USA eingefroren. Bestraft wurden unter anderem Banken und Firmen aus der Energiebranche.

Russlands «illegale Intervention»

Auch gehörten verschärfte Einschränkungen für den Export von Hochtechnologie im Verteidigungssektor nach Russland dazu. Zudem würden bereits bestehende Exportlizenzen aufgehoben, hiess es weiter.

Die USA bezeichneten die weiteren Schritte als «Antwort auf Russlands anhaltende illegale Intervention in der Ukraine und provokative Handlungen, die der Demokratie in der Ukraine schadeten». Die USA stimmten sich in der Sanktionsfrage eng mit dem Europäern ab.

2,2 Milliarden Dollar offen

Russland, die EU und die Ukraine wollen sich am Freitag in Warschau für Verhandlungen treffen. Wladimir Putin hatte im Streit um Milliardenschulden der Ukraine in Russland angedroht, Gaslieferungen zu drosseln. Damit könnte auch die Versorgung Europas eingeschränkt werden, das russisches Gas ebenfalls über Pipelines durch die Ukraine erhält.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Christina Bernegg, Horw
    Seit gestern ist die Nachricht,dass Russland dicht ist ,in nur wenigen Kanälen zu finden.Für die USA ist der Rückzug aus Afghanistan ein logistischer Alptraum geworden. Denn Russland hat jeglichen Transport von Nato-Militärgütern untersagt.Der einzige Ausweg wäre der Iran,das müssen die Amis aber nicht mit einer Zusage rechnen. So ist es,denn man sollte,wenn man im Glashaus sitzt nicht mit Steinen werfen.
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    1. Antwort von Susanne Lüscher, Gossau
      Ja, die USA hat sie weltweit sehr viele "Freunde" gemacht! Andere Länder beschuldigen, was sie selber angezettelt haben, da sind die USA Weltmeister. Leider sind die EU/Schweiz nur noch die Handlanger der USA inklusive deren Medien.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Eigenartig, wird immer Russland dazu aufgefordert, in der Ost-Ukraine etwas zu unternehmen, weil diese Einfluss haben. Weshalb unternimmt denn Amerika & die EU in der West-Ukraine nichts, um weitere Eskalationen zu verhindern? Haben die keinen Einfluss da? Und weil sie keinen haben droht man halt Russland mit weiteren Sanktionen? Russland muss jetzt für diesen vom Westen verursachten Flächenbrand die Feuerwehr spielen? Motto: Wir richten an, auslöffeln dürfen es dann andere für uns.
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  • Kommentar von Werner Wyssmann, 4552 Derendingen
    Titel: "Russlands Vizeaussenminister...". - Das ist richtig, weil Lawrow zur Zeit auf einer Reise in Lateinamerika weilt, begonnen mit Cuba. Vielleicht wird dereinst Russland Raketen dort installieren und die Amis werden merken, wie weh das tut....! Sehr schlau gemacht.
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