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Salmonellen in Babymilchpulver Über 80 Länder betroffen – Konzernchef verspricht Entschädigung

Babymilchpulver der Firma Lactalis
Legende: Bereits im Dezember 2017 hatte Lactalis Babymilchprodukte und Frühstücksflocken zurückgerufen. Keystone
  • Nach Angaben des französischen Molkereikonzerns Lactalis hat sich der Salmonellen-Skandal auf 83 Länder ausgeweitet.
  • Insgesamt wurden mehr als 12 Millionen Dosen Babymilchpulver zurückgerufen.
  • Konzernchef Emmanuel Besnier versprach in der französischen Sonntagszeitung «Journal du dimanche» allen betroffenen Familien eine Entschädigung.

Der Molkereikonzern Lactalis hatte wegen der Salmonellengefahr bereits im Dezember weltweit tausende Tonnen Babymilch zurückgerufen, nachdem mehr als 30 Babys in Frankreich erkrankt waren. Mittlerweile ist auch ein Baby in Spanien erkrankt, ein weiterer Fall in Griechenland wird noch geprüft.

Nach einem Treffen mit dem französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Freitag ordnete der Konzern an, alle Produkte aus dem Werk in Craon (Westfrankreich) aus zum Handel zu nehmen – unabhängig vom Herstellungsdatum. Ziel dieser «radikalen Entscheidung» sei es, Verzögerungen und Schwierigkeiten beim Aussortieren zu vermeiden, hatte Le Maire gesagt.

Lactalis ist einer der grössten Molkereikonzerne der Welt. In Deutschland verkauft der Hersteller nach eigenen Angaben keine Babymilch, dafür aber Käse der Marken Président, Galbani oder Salakis.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Notwendige Korrektur meines Beitrages zu Babyersatznahrung: nichts ist normalerweise geeigneter für ein Baby als Muttermilch. Als sehr gute Ersatz-Nahrung, haben sich von "Holle" (Reformhaus, Drogerie), Babynahrung ab Geburt über Jahrzehnte bewährt. Das auch deshalb, weil die Zusammensetzung in Demeter-Qualität ist, also frei von chemischen Zusätzen. Es gibt auch Mandelmilch-Baby-Nahrung, welche ebenfalls sehr zuträglich ist und aus Mandeln und Getreide als Basis hergestellt wird.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Typische Reaktion bei Katastrophen, Unfällen, "Missgeschicken", etc: die reichen Multis versprechen Entschädigungen - damit ist das Desaster für sie erledigt.....!!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Millionen von Baby-Milch-Dosen....Da fragt man sich, wieviele Leute verfüttern ihren Babies Pulvermilch und warum? Wenn eine Mutter nicht selber stillen kann, dann ist zB Mandelmilch für Babies ideal und leicht verdaulich....
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Mandelmilch kann wirklich eine gute Alternative sein, Frau Casagrande. Doch Mütter müssen auch um solche alternativen wissen. Die Werbung, der Firmen, die den Müttern das Stillen ausreden und ihre Produkte als das Wahre verkaufen wollen, sind ja nicht gerade zimperlich. Stillen sollte immer noch Säuglingsnahrung Nummer eins sein. Die Mütter gehen ermutigt. und wohlversorgt Die ersten Tagen und Wochen sollte diese Zweiheit nicht gestört werden. Dann klappt so manches Stillen.
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    2. Antwort von Willi Meier (wm)
      Das kann nicht unwidersprochen bleiben: Mandelmilch enthält so gut wie kein Eiweiss, kaum Calcium und überhaupt sehr wenig Nährstoffe. Wenn sich etwas NICHT als Babynahrung eignet, dann ist es Mandelmilch!
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    3. Antwort von Eduard Renfer (Eduard Renfer)
      Was Sie hier schreiben ist total verantwortungslos. Mandel-"Milch" sowie alle anderen sog. "Milche" (Reismilch/Hafermilch/Sojamilch etc.) sind überhaupt nicht als Säuglingsnahrung geeignet. Wie Hr. Meier schon sagte, die enthalten viel zu wenig Nährstoffe. Das Zeug hat genau nichts mit "Milch" zu tun. Aus diesem Grund ist es hier in Österreich sogar verboten worden, solche Getränke mit "Milch" anzuschreiben. Reismilch ist hier nun "Reisdrink".
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