Saudi-Arabien: Behörden vereiteln laut eigenen Angaben Anschläge

Im Kampf gegen die Terrormiliz des Islamischen Staats (IS) greift Saudi-Arabien durch. Das Königreich hat nach eigenen Angaben ein mit den Dschihadisten verbündetes Netzwerk zerschlagen. Dabei wurden über 400 mutmassliche Mitglieder festgenommen.

Mitglieder des IS in Falludscha, Irak.

Bildlegende: Haben auch Anhänger in Saudi-Arabien: Mitglieder des IS in Falludscha, Irak. Keystone

In Saudi-Arabien haben Ermittler nach eigenen Angaben ein mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbündetes Netzwerk zerschlagen. Wie das Innenministerium in Riad mitteilte, wurden 431 mutmassliche Mitglieder der Organisation festgenommen. Die meisten von ihnen seien Saudi-Araber.

Nach Angaben des Ministeriums bestand die mit dem IS verbündete Organisation aus «kleinen Zellen». Den Behörden sei es in den vergangen Wochen gelungen, diese zu zerstören.

Selbstmordattentate auf Moscheen verübt

Die Mitglieder des Netzwerks hätten ein «Szenario» geplant, das «Aufruhr und Chaos» verbreiten sollte, so das Ministerium weiter. Die kleineren Zellen seien ausserdem in mehrere Anschläge verwickelt gewesen, darunter in Selbstmordattentate auf schiitische Moscheen im Osten des Landes.

Der radikal-sunnitische IS, der schiitische Muslime als Abtrünnige betrachtet, hatte sich zu den Angriffen auf die Gotteshäuser bekannt. Am Donnerstag hatte ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag in Riad zwei Polizisten verletzt. Auch zu diesem Angriff bekannten sich die Islam-Fanatiker.