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International Schlacht um Mossul: Mit oder ohne Ankaras Beteiligung?

Die Türkei hat nach eigenen Angaben in die Militäroffensive zur Rückeroberung der irakischen Stadt Mossul eingegriffen. Irak bestreitet diesen und untersagt dem Nachbarland am Vormarsch gegen Mossul teilzunehmen.

Legende: Video «Mossul weiter umkämpft – Reportage aus Bartella» abspielen. Laufzeit 3:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.10.2016.

Der Irak hat eine Beteiligung türkischer Soldaten an der Offensive zur Rückeroberung der nordirakischen Stadt Mossul von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bestritten. Ein Sprecher des irakischen Einsatzführungskommandos dementierte am Montag eine «türkische Beteiligung jeder Art am Einsatz zur Befreiung von Ninive».

Mossul ist die Hauptstadt der nordirakischen Provinz Ninive. Vor einer Woche hatten irakische Soldaten und kurdische Peschmerga-Kämpfer mit Unterstützung der US-geführten Anti-IS-Koalition eine Grossoffensive auf die IS-Hochburg gestartet.

USA wollen Ankara in den Kampf einbinden

Die Türkei besteht darauf, an der Offensive teilzunehmen. Die Regierung in Bagdad lehnt eine Beteiligung der türkischen Streitkräfte dagegen ab und ist generell gegen die Präsenz der türkischen Truppen im Irak. Die USA wollen Ankara dagegen in den Kampf um Mossul einbinden.

Soldaten vor einem Panzer
Legende: Der Vormarsch auf die IS-Hochburg Mossul geht unvermindert weiter. Keystone

Am Sonntag hatte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim mitgeteilt, dass die auf einem Militärstützpunkt in Baschika bei Mossul stationierten türkischen Truppen Dschihadisten-Stellungen in der Stadt angegriffen hätten. Die türkischen Einheiten seien von Peschmerga-Kämpfern um Hilfe gebeten worden und hätten diese daraufhin mit «Artillerie, Panzern und Haubitzen» unterstützt.

Ankara befürchtet Beherrschung durch Schiiten

Auf dem Stützpunkt in Baschika sind nach Angaben Ankaras rund 700 türkische Soldaten stationiert, um irakische Soldaten für den Kampf gegen den IS auszubilden. Bagdad verlangt den Abzug der Soldaten. Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP hatten seit Beginn der Mossul-Offensive mehrfach Artilleriebeschuss von dem türkischen Stützpunkt aus auf IS-Stellungen beobachtet.

Die türkische Regierung befürchtet, dass das mehrheitlich von Sunniten bewohnte Mossul nach der Vertreibung des IS von Kurden und schiitischen Muslimen beherrscht werden könnte. An der Seite der irakischen Armee kämpfen neben kurdischen Peschmerga-Einheiten auch schiitische Milizen.

10 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Es geht eben halt doch in 1. Linie um Religion, um innerislamische Konflikte. Und wir wollen hier den Islam möglicherweise noch als weitere Landeskirche anerkennen und Imame an den Unis zulassen, ja welche denn?
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Z.Bsp. Bern Universität. Dort gibt es ein Institut für Islamwissenschaften. Zusätzlich noch Freiburg und Genf
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Frau Hermann,meine Antwort war nicht korrekt. An den genannten Unis. kann man Islamwissenschaften studieren, aber Imame sind da nicht zugelassen. Sorry ich habe zu schnell Ihre Frage gelesen.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Erdogan wähnt sich offensichtlich auf dem Territorium des untergegangenen osmanischen Reiches noch als absolutistischer Sultan. Dasselbe trifft auf Zar Putin I. zu, was das Gebiet der Leiche Sowjetrussland betrifft. Wahnvorstellungen tun der Völkergemeinschaft nicht gut. Will Erdogan eigentlich einen Krieg im Krieg führen, um Krieg führen zu können? Erdogans Politik ist an Abstrusität und Abnormität nicht zu überbieten.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Was für ein Lügengebilde baut sich hier wieder auf. Die türkischen Einheiten seien von Peschmerga Kämpfern dazu gebeten worden. Nein,es ist ein Kampf gegen die Schiiten, und Erdogan benutzt die Kurden für seine Intrigen zusammen mit USA.
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