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International Schlacht um Mossul rückt näher

Der Sturm auf die nordirakische Stadt steht möglicherweise kurz bevor. Die irakische Armee will die Bevölkerung der IS-Hochburg mittels Flugblättern informieren.

Soldaten der irakischen Armee sitzen auf ihren Geländewagen.
Legende: Schwer bewaffnet steht die irakische Armee vor den Toren Mossuls. Es wird mit erbitterten Kämpfen gerechnet. Keystone

Die irakische Armee trifft die letzten Vorbereitungen, um die zweitgrösste Stadt des Landes von der Terrormiliz IS zu befreien. Wie aus Dokumenten des Militärs hervorgeht, sollten vor der Abenddämmerung am Sonntag Zehntausende Flugblätter über Mossul abgeworfen werden.

Darin werde der Bevölkerung erklärt, dass der Vormarsch samt Luftangriffen keine Zivilisten zum Ziel habe. Die Einwohner sollten daheim bleiben und sich von bekannten Häusern der radikal-islamischen Kämpfer fernhalten.

Legende: Video Islamischer Staat aus Dabik vertrieben abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.10.2016.

Erbitterte Kämpfe erwartet

Nach Angaben der Regierung und des Militärs könnte der Angriff auf die letzte grosse Hochburg des so genannten Islamischen Staates im Irak noch im Oktober beginnen. Es wird mit erbitterten Kämpfen gerechnet.

Der IS ist im Irak und Syrien immer wieder mit brutaler Härte gegen Andersgläubige vorgegangen.

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte am Sonntag, er hoffe, dass die USA und ihre Verbündeten alles täten, um Opfer unter den Zivilisten zu vermeiden.

Es wird zudem mit zahlreichen Flüchtlingen gerechnet. In der nordirakischen Metropole lebten vor der Einnahme durch den IS 2014 knapp zwei Millionen Menschen, heute sollen es bis zu 1,5 Millionen sein.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Eine bedingungslose Einstellung der Kämpfe würde bedeuten, dass die Türkei, Katar und KSA ihr Ziel, B. al-Assad zu entfernen, verfehlt haben. Für B. al-Assad und Russland würde eine Einstellung der Kämpfe einen Erfolg bedeuten. Denn damit bliebe der Status erhalten, der bereits vor dem Krieg bestand. Das ist das Dilemma der Türkei, Katar und KSA. Und deshalb werden sie sich einem Verhandlungsfrieden so lange wie möglich widersetzen, dabei aber immer behaupten, die Russen seien daran Schuld.
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  • Kommentar von S. Petrovic (S.Petrovic)
    Schauen wir mal wie entsetzt wird " Internationale Gemeinschaft " über tote und vertriebene Zivilisten, und vergleichem mit Aleppo.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Es wird dieselbe humanitäre Katastrophe wie in Aleppo geben. Aber weil eben die Amis bei dieser Invasion u. a. auch mit Bodentruppen direkt beteiligt sind, wird es dann vermutlich für den Westen nur eine halbe humanitäre Katastrophe sein, oder unter Kollateralschaden abgebucht.
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  • Kommentar von Fredchen Schoch (Verschwörer)
    Wenn die Irakische Armee den IS in Mossul bombt ist das OK, wenn Assad das selbe in Aleppo macht ist er aus westlicher Sicht ein Kriegsverbrecher..
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