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Schlammschlacht hat begonnen «Mafiaboss» gegen «Schleimbeutel»

Legende: Video Buch von Ex-FBI-Chef Comey abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.04.2018.
  • Noch bevor das neue Buch des ehemaligen FBI-Chefs James Comey auf dem Markt ist, hat deswegen schon die erste Schlammschlacht begonnen.
  • Zeitungen zitieren vorab aus dem Buch, in dem Comey Trump mit einem «Mafiaboss» vergleicht.
  • Auf den Vorwurf hat Trump bereits auf Twitter reagiert und bezeichnet Comey als «schwachen, unehrlichen Schleimbeutel».

Kommenden Dienstag soll das Buch «A Higher Loyalty: Truth, Lies and Leadership» in den USA erscheinen. Die «Washington Post» zitiert aber vorab aus dem Buch, in dem James Comey Präsident Trump mit einem Mafiaboss vergleicht. In seinem neuen Buch rechnet Comey allgemein unbarmherzig mit dem Präsidenten ab und zeichnet ein vernichtendes Bild vom gesamten Weissen Haus unter Trump.

Trump als «Lügner» und «Rüpel»

Donald Trumps Führungsstil beruhe auf Tauschhandel, sei vom Ego des Präsidenten getrieben, und es gehe diesem vor allem um persönliche Loyalität, schreibt Comey. Trump stelle im Stil der Mafia die Organisation über die Moral und die Wahrheit. Er versuche, Ermittler wie ihn zu bedrängen und Ermittlungen zu beeinflussen.

Zeitungstitel
Legende: Schon vor dem offiziellen Erscheindungstermin des Buches wirft dessen Inhalt und Trumps Reaktion in den USA hohe Wellen. imago

Trump sei zudem «unethisch, und nicht an die Wahrheit und institutionelle Werte gebunden», zitierten US-Medien vorab aus dem Buch. Comey bezeichnet ihn als «Rüpel» und «Lügner».

Trump lebe in einem «Kokon einer alternativen Realität», in den er die Menschen in seinem Umfeld hineinziehen wolle, zitierte die Zeitung aus dem Buch. Treffen mit Trump hätten ihn an seine «frühere Karriere als Strafverfolger gegen die Mafia» erinnert, schreibt Comey.

Was vorher geschah

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Trump hatte Comey im Mai 2017 entlassen. Eine Folge davon war die Einsetzung von Sonderermittler Robert Mueller, der Vorwürfe um eine russische Einmischung in die US-Wahl 2016 und Zusammenarbeit des Trump-Lagers mit Moskau untersucht. Trump hält diese Untersuchung für eine «Hexenjagd» und völlig unbegründet.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Würde es die AfD, Marine Le Pen, FPOe, Orban oder sogar die wählerstärkste Partei in der Schweiz nicht geben, müssten die Medien wohl ihre Foren längst aufheben (schliessen). Seit der Wahl des USA-Präsidenten Donald Trump haben die "Einheitswelt-Ideologen" und all die linken selbsternannten "Gutmenschen" einen dauernden "Schub" für ihre Verunglimpfungen erhalten! Eine herrliche "Zielscheibe" des Frustes, die jeden Tag auf den PC-Tastaturen der "Berufs-Verunglimpfer" beschossen wird!
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Die meisten die hier anderer Meinung und auf Seiten der Mainstreamhetzer gegen Trump sind - sind Morgen genau wieder auf der anderen Seite wenn der Wind gedreht hat. Die Hetze gegen Trump ist doch nur ein Ausdruck der noch immer nicht verdauten, verlorenen Wahl in den USA. Das Netzwerk der Demokraten wurde weltweit zertrümmert - da handelt Trump eben sehr konsequent - und das macht er ehrlich und volksnah . Das ist auch ein Standpunkt -mit den Wölfen heulen gefällt nicht allen Leuten in den USA
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  • Kommentar von Max Widmer (1291)
    Das Buch soll offenbar den FBI-Mann sauber waschen und ihm gleichzeitig seine Alterstente verschönern. Was dieser ehemalige Staatsangestellte nicht überlegt hat, dass er mit dem Buch nicht nur Trump, sondern vielmehr auch dem Image von Amerika in der Welt schadet.
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