Schlechte Nachrichten für Julian Assange

Für Julian Assange bleibt vorerst alles so, wie es ist: Ein Gericht in Stockholm hat den Haftbefehl gegen den Wikileaks-Gründer bestätigt.

Julian Assange auf dem Balkon der Botschaft Ecuadors in London, im Vordergrund Polizisten.

Bildlegende: Die Botschaft bleibt Assanges unfreiwilliges Zuhause. Reuters

Gegen Assange wird in Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen ermittelt. Um sich einer Auslieferung an Schweden zu entziehen, hält sich der Aktivist seit zwei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London auf.

Assanges Anwälte hatten die Aufhebung des Haftbefehls beantragt, weil die schwedischen Behörden – ihrer Meinung nach – den Fall nicht schnell genug bearbeiteten.

Sie halten den Haftbefehl und die jahrelange Isolation Assanges für unverhältnismässig. Das Verbrechen, dessen Assange verdächtigt werde, sei nicht so gravierend, dass es eine solche Art von Haftbefehl rechtfertige.

Die Staatsanwaltschaft hatte sich gegen die Aufhebung des Haftbefehls ausgesprochen. Sie war sicher, dass sich Julian Assange dann der Befragung durch Flucht entziehen werde.

    • Im Innern von Wikileaks (Rundschau, 15.12.2010)

      Wiki leakt weiter, tagtäglich kommen neue geheime Depeschen ans Licht. Die «Rundschau» reist nach Island zu Mitstreitern von Julian Assange. Im Land mit der grössten Pressefreiheit berichten sie über den mysteriösen Chef der Internetplattform und seine Ziele. Eine Debatte zwischen Meinungsfreiheit und Cyberkrieg.

      11 min, aus Rundschau vom 15.12.2010