Zum Inhalt springen

International Schottischer Regierungschef entscheidet zweites TV-Duell für sich

Zum zweiten und wohl letzten Mal haben die Wortführer für und gegen eine Unabhängigkeit Schottlands die Klingen gekreuzt. Dieses Mal ging der Sieg an den schottischen Premier Salmond, den Befürworter der Loslösung von Grossbritannien.

Alex Salmond (li) und Alistair Darling schütteln sich die Hand nach dem TV-Duell.
Legende: Alex Salmond (l.) und Alistair Darling nach dem harten Duell. Keystone

«Am Donnerstag in drei Wochen können wir die Sache in schottische Hände legen», hat der schottische Premier Alex Salmond ans Fernsehpublikum appelliert. Er ist leidenschaftlicher Befürworter eines selbständigen schottischen Staates.

Vor drei Wochen verlor der scharfzüngige Politiker die erste Debattenrunde gegen den früheren Labour-Finanzminister Alistair Darling. Bei dem Duell vom Montagabend war davon keine Rede. Über 70 Prozent der Zuschauer erklärten Salmond zum Sieger dieses hitzigen, streckenweise verbitterten Streitgesprächs.

Darling ohne neue Argumente

Alistair Darling wirkte im zweiten Duell defensiv und aggressiv zugleich. Aber er stellte überzeugend fest: «Wir müssen diese Inseln nicht spalten, um unsere schottische Identität zu bekräftigen.» Ansonsten krallte Darling sich an die etwas künstliche Unsicherheit über die künftige schottische Währung, was das Publikum hörbar langweilte.

Salmond kritisierte den britischen Sozialabbau und versprach gerechtere Prioritäten in einem unabhängigen Schottland. Sein Debattensieg bedeutet indes nicht automatisch, dass die Befürworter der Unabhängigkeit in den nächsten drei Wochen ihren Rückstand in den Meinungsumfragen aufholen können.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M. Bolder, Muhen
    Nordirland gehört geopolitisch nicht zu Grossbritannien (GB), ist aber Teil von United Kingdom (UK). Dies als kleine Bemerkung am Rande. Wer sich die korrekten Begrifflichkeiten zu Gemüte führen möchte, dem sei die folgende - etwas vereinfachte - Grafik empfohlen: http://maban.co.uk/image/diagram-british-isles.gif (für Fortgeschrittene dann diese: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/28/British_Isles_Euler_diagram_15.svg/1260px-British_Isles_Euler_diagram_15.svg.png)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Das Resultat ist voraussehbar. Mit 12 Prozent haben die Unabhängigkeitsgegner die MEHRHEIT gegenüber die 88 Prozent der Unabhängigkeitsbefürwortern. Völkerrechtlich also alles in Ordnung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen