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International Schreckgespenst Ebola breitet sich aus

Ebola, die hochansteckende und meist tödliche Krankheit, verbreitet sich in Westafrika. Nach über 600 Toten in Guinea, Liberia und Sierra Leone hat das Virus am Freitag auch ein Opfer in Nigeria gefordert. Die Angst in der Region steigt.

Arzt beugt sich über einen Erkrankten.
Legende: Vor allem medizinisches Personal ist stark gefährdet. Keystone

Noch steht nicht einwandfrei fest, ob der Mann in Nigeria tatsächlich an Ebola gestorben ist. Das sagt Tarik Jasarevic, Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO. Dies würde derzeit bei Tests in einem Institut in Dakar überprüft. Laut Jasarevic sind vor allem Ärzte und Pflegepersonal gefährdet. Seit Ausbruch der Krankheit im März seien rund 100 medizinische Angestellte an Ebola erkrankt, etwa die Hälfte sei daran gestorben.

Ebola wird durch Körpersäfte von Mensch zu Mensch übertragen, beispielsweise durch Blut oder Urin. Schützen kann man sich einzig durch die Vermeidung von jeglichem Körperkontakt zu Infizierten. Das ist schwierig in einer Kultur, in der Berührungen derart wichtig sind, in der auch die Sterbenden und Toten umarmt und geküsst werden.

Warnung bereits am Flughafen

Kurieren oder therapieren kann man die infizierten Patienten nicht. Nur behandeln gegen Durchfall, Erbrechen oder Malaria. Dann entscheidet allein die körperliche Verfassung, ob der Erkrankte die hochgefährliche Krankheit überlebt. Ärzte, Gesundheitsministerien und die diversen Hilfsorganisationen im Land betonen unermüdlich, wie wichtig es ist, sich von Kranken und Sterbenden fernzuhalten. Aber auch zu vermeintlich gesunden Angehörigen und Freunden ist Abstand zu halten. «Null Kontakt» heisst die Losung aller Hilfswerke im Feld, Händeschütteln, Küssen oder sonstige Berührungen sind absolut tabu.

Inzwischen ist die Botschaft auch bei den Regierungen angekommen: In Sierra Leone muss man an Strassensperren, vor öffentlichen Gebäuden oder am Flughafen die Hände desinfizieren und Fieber messen. Überall weisen Plakate auf die Symptome von Ebola hin, auch in Ebola-freien Ländern wie Senegal wird man schon im Flughafen mit einem Warnvideo begrüsst.

«Geschenk» aus dem Westen

Dass sich denn ausgerechnet Ebola-Spezialisten infizieren, die sich immer geschützt haben, ist äusserst beunruhigend. In Kenema, da, wo ein betroffener Arzt über 100 Ebola-Patienten behandelt hat, ist die Nervosität deutlich gestiegen. Am Freitag trat das medizinische Personal in einen Warnstreik.

Gleichentags musste die Polizei mit Tränengas gegen tausende von Demonstranten vorgehen, die drohten, das Spital niederzubrennen. Angezettelt hatte die Unruhen eine ehemalige Pflegerin, die den Westen beschuldigt, die Krankheit erfunden zu haben, um so gegen die traditionellen Riten vorzugehen. Immer mehr Menschen aus Sierra Leone sehen das anders. Sie sind dankbar für die Aufklärung und die Hilfe im Kampf gegen die Krankheit.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Viren per se nicht mal Lebewesen, nur RNA-Träger. Jedoch grosse Mutationsfreude, um neue Andockstellen an einem lebenden Wirt zu finden. Zellen mit Energieversorgung/Mitochondrien und Stoffwechsel. Ein weiteres, in weiten Teilen der Erdbevölkerung nicht bewusstes Thema: der Antibiotika-Missbrauch. Multiresistente Bakterien, könnten für viele von uns auch irgendwann das Aus bedeuten. Ob via Nutztierwirtschaft eingenommen oder gegen eigenen Pfnüsel konsumiert. Hier gegen Geld alles erhältlich.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Es scheint mir, dass die Natur mehr und mehr versucht, sich des alles zerstoerenden Menschen zu erledigen, oder ihn wenigstens zu reduzieren. und daher immer mehr Krankheiten erfindet.. wie AIDS.. SARS, Ebola und eines Tages wird ihr der grosse Wurf gelingen.. Sollte EBOLA mit Flugzeugen transportiert werden.. (Ein infizierter Passagier der hustet zB) kann sich diese Krankheit in Windeseile ueber die ganze Welt verbreiten.. via Flughaefen.. und dann gnade uns ....!!!!!!!!!!!!!!
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    1. Antwort von Marianne Roe, Gwatt
      Was heisst hier "gnade uns"? Wie Sie selber feststellen gibt es viel zu viele Menschen auf dieser Welt. Deshalb wird es eher eine Erlösung der Erde von der grossen Menschenmasse sein. So schlimm kann es ja auch nicht sein, denn sterben müssen wir alle mal. Das grösste Problem wird sein, dass wir die Spezialisten für die tausende von Atomkraftwerke usw. brauchen. Die müssten geschützt werden, denn sonst wären die AKWs plötzlich führungslos und es könnte knallen.
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    2. Antwort von Michel Koller, Emmenbrücke
      Ebola wird über Körperflüssigkeiten verbreitet und nicht über die Luft. Wenn wir nun nicht anfangen uns gegenseitig abzulecken und mit Blut zu beschmieren, dürfte eine grössere Ausbreitung in Europa unwahrscheinlich sein. Im Gegensatz zu Afrika, werden Isolationen hierzulande rigoros durch gesetzt. Natürlich bleibt es eine gefährliche Infektion aber für eine Pandemie fehlen einige Faktoren.
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    3. Antwort von M. Steiner, Winterthur
      So ein Chabis. Befassen Sie sich doch mal in groben Zügen mit Aufbau und Steuerung von Kernreaktoren. Ansonsten: Total sinnfreier Beitrag.
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    4. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      @M. Kohler... Husten gleich Troepfchen-Ausscheidung.. man kann es sichtbar machen... ein regelrechter Shower..Das ist Koerperfluessigkeit, Eine schwitzende Hand schuetteln.. das ist Koerperfluessigkeit...
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  • Kommentar von André Wyssmüller, 3&00 Thun
    Wie wird bei Reisenden und Asylanten die i n Schweiz zurückkehren Kontrolliert?
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