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Schüsse in Kirche Was über das Attentat in Texas bekannt ist

Legende: Video Trauer um die 26 Opfer von Texas abspielen. Laufzeit 1:22 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 05.11.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein junger Mann hat am Sonntagmittag einen Gottesdienst in Sutherland Springs im US-Bundesstaat Texas gestürmt und das Feuer auf die Gläubigen eröffnet.
  • Die 26 Todesopfer sind zwischen 5 und 72 Jahre alt, 20 Menschen wurden verletzt.
  • Der Täter ist kurz nach dem Attentat tot in seinem Auto gefunden worden.

Der mutmassliche Täter: Das Motiv des 26-jährigen Angreifers ist bis jetzt unklar. Eine Sprecherin der US-Luftwaffe sagte, ein Militärgericht habe den Mann 2012 wegen Angriffen auf seine Frau und das gemeinsame Kind verurteilt. Zwei Jahre später sei er aus der Luftwaffe entlassen worden.

Die Tat: Der Mann tauchte nach Angaben der Behörden kurz nach 11.00 Uhr Ortszeit bei der Kirche auf und begann noch draussen mit einem Gewehr zu schiessen. Er tötete dabei zwei Menschen. Danach betrat der Schütze das Gebäude und feuerte weiter. Schliesslich wurde der Täter von einem Einwohner aufgehalten, liess seine Waffe fallen und flüchtete in seinem Wagen. Dort wurde er wenig später tot aufgefunden. Laut US-Präsident Trump war der Täter von einem anderen Mann erschossen worden. In seinem Auto fand die Polizei mehrere Waffen.

Kirche bei Nacht mit Flaggen auf Halbmast.
Legende: Die Flaggen neben der Kirche von Sutherland Springs wehen auf Halbmast. EPA

Die Opfer: 23 Tote wurden in der Kirche gefunden, zwei davor. Ein weiteres Opfer starb später im Spital, wie die texanischen Behörden mitteilten. Zu den Todesopfern zählt auch die 14-jährige Tochter des Pastors der Gemeinde. Unter den 20 Verletzten sind einige Schwerverletzte.

Die Reaktionen: US-Präsident Donald Trump sprach von einer «Tat des Bösen» inmitten eines heiligen Gottesdienstes. «Wir können den Schmerz, die Trauer und das Leid, das die Familien der Opfer erlitten haben, nicht in Worte fassen. In so harten Zeiten wie diesen tun Amerikaner, was sie am besten können: Sie halten zusammen», sagte Trump.

US-Präsident Donald Trump zum Anschlag

Auch Ex-Präsident Barack Obama zeigte sich entsetzt über die Tat. «Wir trauern mit all den Familien in Sutherland Springs». Es sei ein Hass-Verbrechen und man sei in Gedanken bei den Überlebenden der Tat.

Ex-Präsident Barack Obama zum Anschlag

Legende: Texas: Mann erschiesst viele Menschen in der Kirche srf

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Bei dem Usbeken, welcher 8 Menschen getötet hat und 12 schwer verletzt hat, forderte Supertrump umgehend die Todesstrafe! Bei dem Ami der 26 Menschen getötet und 20 verletzt hat, spricht er von einem "verwirrten". Und das ist also kein Rassismus. Aha.
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (sensus communis)
      Das sehe ich wie sie... Trump und viele andere messen immer mit verschiedenen Ellen. Das sieht man auch an der Ergiebigkeit der Kommentare hier. Stellen sie sich vor es wäre ein Moslem gewesen, dann wäre hier die Hölle los. Doch weit und breit keiner all jener in Sicht, die sich immer so reflexartig zum Islam äussern. Es war ja schliesslich ein Weisser, de war nur verwirrt und deshalb kann man seine Vorurteile und Polemik nicht plazieren.
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  • Kommentar von Josephk Ernstk (Joseph ernst)
    (HP Müller) Herr Walter macht keineswegs Stimmung gegen Minderheiten ! Ist es abwegig, in Anbetracht der dauernden terroristischen Anschläge, diesen Gedankengang zu haben. Es ist nur verständlich !
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Wenn Sie die Anzahl Opfer und die Anzahl Anschläge in den USA in den letzten Jahren zählen ist der Anteil jener durch Islamisten verschwindend klein im Vergleich zu den täglichen Opfern von rassistisch motivierten, fundamentalsistisch Christlichen und psychisch gestörten Tätern. Für die Opfer und deren Angehörigen spielt es zudem keine Rolle wie irr der Täter genau war. Und darum sind solche Kommentare deplaziert.
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  • Kommentar von Andreas Meier (Epikur)
    Das Problem sind nicht die Waffen, sondern die laxe, ungebildete, undifferenzierte und hasserfüllte Mentalität, welche sich zusehens in der Gesellschaft ausbreitet. Keinen Konsens, nicht mal eine gemeinsame, minimale Ebene von Faktenbeurteilung. Das kann man sich nur schwer vorstellen. Ein Lehrstück was eine privatisierte, reisserische und tendeziöse Medienlandschaft mit einer Gesellschaft anstellen kann. Das ist der Nährboden, zusammen mit laxem Waffenrecht, welcher solche Leute hervorbringt.
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