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International Schweden bricht Suche nach U-Boot ab

Eine Woche hat das schwedische Militär in den Stockholmer Schären nach einem mysteriösen Unterwasserfahrzeug gesucht. Am heutigen Freitag wurde die Suche abgebrochen. Das verdächtige Objekt hat Schweden vermutlich verlassen.

Legende: Video Suche nach U-Boot in Schweden abgebrochen abspielen. Laufzeit 0:44 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 24.10.2014.
Schwedische Marineschiffe liegen am Quai einer Armeebasis
Legende: Suche abgebrochen: Die Schiffe sind auf ihre Stützpunkte zurückgekehrt. Keystone

Die schwedischen Streitkräfte haben ihre Suche nach einem ausländischen Unterwasserobjekt in den Stockholmer Schären nach einer Woche beendet.

«Wir glauben, dass das Fahrzeug die schwedischen Hoheitsgewässer wieder verlassen hat», sagte der stellvertretende Einsatzleiter bei einer Pressekonferenz. Seit Sonntag habe man keine Hinweise mehr bekommen.

Die Einsatzleitung schliesst inzwischen aus, dass es sich um ein konventionelles U-Boot gehandelt hat. «Wahrscheinlich war es ein kleineres Fahrzeug», sagte der stellvertretende Einsatzleiter weiter. Welchen Typs, welcher Nation und mit welchem Ziel es in Schweden war, könne man leider nicht sagen.

Ein Grossteil der an der Suche beteiligten Schiffe sei am Morgen in den Hafen zurückgekehrt, teilte die Armee mit. Einige Einheiten seien an Land mit Sonderaufgaben befasst.

Zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung

Bis zu 200 Mann hatten zeitweise nach dem mysteriösen Objekt gesucht. Die Analyse aller Hinweise und Beobachtungen werde nun fortgesetzt. Der Einsatz soll ungefähr 20 Millionen schwedischen Kronen (2,17 Millionen Euro) gekostet haben.

Aufgrund zahlreicher Hinweise aus der Bevölkerung waren die Schweden überzeugt, dass sich eine ausländische Macht unerlaubt in ihren Gewässern aufhalten. Ein Zeitungsbericht, wonach ein Notruf auf Russisch aufgefangen worden war, bestätigte sich allerdings nicht.

Der Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen Spannungen liessen wieder schwedische Ängste vor Russland aufkommen. Diese wurden in den vergangenen Tagen zusätzlich geschürt durch das nun unidentifizierte U-Boot.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von A. Stahel, 8000 Zürich
    "Ein Zeitungsbericht, wonach ein Notruf auf Russisch aufgefangen worden war, bestätigte sich allerdings nicht." - Einmal mehr wird ein unbestätigter Bericht unreflektiert zur grossen Geschichte aufgeblasen. Einmal mehr wird in einer Randnotiz erklärt, es sei übrigens nur ein Hirngespinst irgendeines Schreiberlings gewesen. Und einmal mehr wird der Tatsache, wieviel Macht manche Medien haben, und was sie regelmässig - und erneut bewiesen - damit anstellen, keine Beachtung geschenkt werden...
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  • Kommentar von peter müller, zürich
    Die Schwedische Navy macht sich Europaweit lächerlich. Da war nie ein U-Boot aber ganz sicher ist da eine Budgetsitzung über die Finanzierung der Schwedischen Armee. Klägliche 6 Mia im Vergleich zur Schweiz 4.5 Mia - bei 10facher Grösse der Schweiz und einer Küstenlänge von 3200 Km. Schweden müsste minimal 9 Mia ausgeben um eine halbwegs braubare Armee zu haben. 20'000 Berufssoldaten verteidigen nicht mal Stockholm und Göteborg geschweige den Regionen wie Kiruna und Umea in Nordschweden.
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  • Kommentar von M. Tisserand, Indonesien
    Ein Funkspruch in russischer Sprache, der noch übersetzt wird. Ein russisches U-Boot unbekannter Art. Die ganze Seifenblase ist geplatzt. Was bleibt? Viele Ausgaben. Für dumm verkauftes Volk. Was kommt als nächstes?
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