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Startup liefert präzise Daten Schweizer Drohne hat Stürme genau im Auge

Legende: Audio Wetterdrohnen aus der Schweiz abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
02:15 min, aus SRF 4 News aktuell vom 11.09.2017.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Vorhersagen, wie sich Tornados entwickeln, werden aufgrund von Drohnen gemacht.
  • Diese Wetterdrohnen hat ein neues Unternehmen aus St.Gallen entwickelt.
  • Sie sind schneller als Radarstationen und Wettersatelliten.

Tornados, die Vorläufer von Wirbelstürmen, sind in den USA keine Seltenheit. Solche gefährlichen Unwetter können aber mit Wettersatelliten und Radarstationen vom Boden aus erst spät entdeckt werden.

Martin Fengler von Meteonomics in St.Gallen.
Legende: Martin Fengler von Meteonomics in St.Gallen. SRF

Die Wetterdrohnen des Ostschweizer Unternehmens Meteomatics hingegen können nahe an die Tornados heranfliegen und wichtige Daten für die Prognosen liefern, erklärt Martin Fengler, Gründer und Geschäftsleiter von Meteomatics in der Firmenzentrale in St. Gallen. «Das ist die Meteodrohne SSE. Sie ist geeignet, in sehr hohen Windgeschwindigkeiten zu fliegen. Sie sieht klein und harmlos aus, geht aber ab wie eine Rakete.»

Bis 1,5 Kilometer über Boden

Die Drohnen der St. Galler Firma Meteomatics messen Temperatur, Windstärke- und Windrichtung, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Im Unterschied zu den herkömmlichen Methoden messen die Drohnen erstmals direkt Daten vom Boden bis in eine Höhe von 1,5 Kilometern Höhe. «Da macht die Meteorologie zurzeit noch einen Blindflug. Drohnen sind derzeit das einzige Messinstrument, um präzise Daten liefern zu können.»

Die Drohne sieht klein und harmlos aus, aber sie geht ab wie eine Rakete.
Autor: Martin FenglerChef Meteonomics in St.Gallen

Vor kurzem flogen die Wetterdrohnen aus der Ostschweiz auch in den USA, im Auftrag des amerikanischen Wetterdienstes. In dieser Zeit waren rund 100 Tornados unterwegs.

Der amerikanische Wetterdienst sei auf sie zugekommen, um Vorläufer von Wirbelstürmen zu untersuchen, sagt Fengler. Sie taten das mit Erfolg. «Die Resultate haben die Experten beeindruckt. Man sieht, mit welcher Dynamik eine Gewitterzelle entsteht.»

Nebel und Gewitter sind vorhersagbar

Die St. Galler Wetterdrohnen untersuchen also erstmalig die Luftschichten bis auf 1,5 km Höhe. Diese Schichten sind für die Bildung von Nebel, Hochnebel, Gewittern und schweren Unwettern wichtig. «Ich möchte morgens um neun bei strahlend blauem Himmel sagen können, wo nachmittags um drei Gewitter kommen», sagt der Chef von Meteomatics.

In der Schweiz beliefert das St. Galler Unternehmen SRF-Meteo mit Wetterdaten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von tom rosen (tom rosen)
    Mindestens für etwas? Na Frau Demmler, dann gleich mal ab in Erbeben- und andere Katastrophengebiete und dann zu Chemie- und Nuklearunfällen und in Kriegsgebiete ohne Aufklärungsdrohnen. Und dann erklären sie Wissenschaftlern wie Geologen, Glaziologen, Vulkanologen und vielen anderen, dass sie auf Drohnen verzichten sollen. Es ist 2017. Ich weiss, sie haben sicher Angst vor Spannern und anderen Spinnern. Denen müssten sie aber auch Ferngläser und Teleobjektive verbieten. Teufelszeug!
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  • Kommentar von Ursula Demmler (Ursula Demmler)
    Mindestens für etwas können sie sinnvoll sein.
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