Schweizer IKRK-Mitarbeiter frei

Alle drei im Jemen festgehaltenen Mitarbeiter des Roten Kreuzes sind freigelassen worden – nach Verhandlungen mit Stammesführern. Unter den Entführten war auch ein Schweizer.

Karte des Gebiets im Jemen, in dem die entführten IKRK-Mitarbeiter freigelassen wurden.

Bildlegende: Die Verhandlungen liefen über einen Stamm, der im jemenitischen Marakischa-Gebirge zuhause ist. SRF

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat bestätigt, dass seine drei am Montag im Jemen von einer bewaffneten Gruppe entführten Mitarbeiter in der Nacht freigelassen wurden. Die drei Delegierten, darunter ein Schweizer, seien zurück in Aden und in Sicherheit.

Fünf Personen befreit

«Wir sind erleichtert und sehr glücklich, dass unsere Kollegen wieder da sind», sagte der IKRK-Delegationschef im Jemen. Er dankte allen, die sich bedingungslos für die Freisetzung der drei Mitarbeiter eingesetzt hätten.

Ausser dem Schweizer handelt es sich um einen Kenianer und einen Jemeniten, wie eine weitere IKRK-Sprecherin in Genf sagte.

Die Freilassung war zuerst von einem Kommandanten des Volkswiderstands-Komitees gemeldet worden. Demnach kamen nach Vermittlungen des im Marakischa-Gebirge beheimateten Stammes auch zwei Ägypter frei. Sie waren vor einer Woche gekidnappt worden.

Die Reservisten des Volkswiderstands-Komitees kämpfen zusammen mit der jemenitischen Armee gegen die Al Kaida im Süden des Landes.

Das IKRK arbeitet seit 1962 im Jemen. Zurzeit sind 200 Mitarbeiter dort tätig, darunter 50 Schweizer.