Selbstmordanschlag und Schiesserei in den eigenen Reihen

Während die Allianz weitere Geländegewinne nahe der algerischen Grenze verkündet, liefern sich malische Truppen untereinander Scharmützel. In der nordmalischen Stadt Gao ist der erste Selbstmordanschlag in der Geschichte Malis verübt worden.

Französische und tschadische Soldaten sind nach Tessalit, im Grenzgebiet zu Algerien, vorgestossen. Nach Angaben malischer Behörden haben die Truppen die Islamisten-Hochburg und  den Flughafen unter Kontrolle.

Die Stadt liegt im Ifoghas-Gebirgsmassiv, wo sich nach Angaben von Experten und Sicherheitsbehörden viele Anführer und Kämpfer islamistischer Gruppen aufhalten.

Erster Selbstmordanschlag

Dennoch geben sich die radikalen Islamisten nicht geschlagen. In der Stadt Gao, im Norden des Landes, wurde ein Selbstmordanschlag verübt. Bei der Explosion kam der Attentäter ums Leben, ein malischer Soldat wurde verletzt.

Malische und französische Truppen in der Wüste Malis.

Bildlegende: Malische und französische Truppen stossen weiter nach Norden vor. Reuters

Zum Anschlag bekannte sich die islamistische Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika. Die Gruppe hat erklärt, mit Angriffen auf Armeekonvois und Selbstmordattentaten ein «neues Kampfgebiet» zu eröffnen.

Bei Gefechten zwischen rivalisierenden malischen Armeeeinheiten in der Hauptstadt Bamako sind nach Angaben von Augenzeugen derweil mehrere Menschen verletzt worden.

Wie aus Militärkreisen  verlautete, wurde ein Lager von Elitesoldaten, die dem gestürzten Staatschef Amadou Toumani Touré nahestehen, von anderen Einheiten der malischen Armee angegriffen.