«Sewol»: Taucher bergen 48 Mädchenleichen

Taucher haben in der gesunkenen südkoreanischen Fähre «Sewol» in einem Raum die Leichen von 48 Mädchen entdeckt. Sie waren dicht zusammengedrängt und trugen Schwimmwesten.

Taucher springt von einem Boot ins Wasser.

Bildlegende: Die Taucher bei ihrer grausigen Arbeit. Noch sind längst nicht alle Leichen geborgen. Keystone

Die Kabine, in dem die 48 Mädchen gefunden wurden, wäre eigentlich nur für 30 Personen gewesen. Dies berichtet der Fernsehsender CNN. Es sei daher zu vermuten, dass viele Fahrgäste in diesen Raum gerannt seien, als das Schiff kenterte.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil die Sicht schlecht sei und herumschwimmende Gegenstände den Weg versperrten.

Forderung nach mehr Helfern

Neun Tage nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre ist die Zahl der geborgenen Leichen auf mehr als 180 gestiegen. Hunderte von Tauchern suchten auch am Freitag im Wrack vor der Südwestküste des Landes nach Vermissten.

Am Abend zuvor hatten nach Berichten des südkoreanischen Fernsehens Angehörige der Vermissten die Ausweitung der Bergungsaktion und den Einsatz von mehr zivilen Tauchern gefordert. Rund 120 Insassen gelten weiter als vermisst. An Bord hatten sich 476 Menschen befunden – die meisten von ihnen Schüler auf einem Ausflug.