Zum Inhalt springen
Inhalt

International Sinai-Unglück: Flugschreiber werden ausgewertet

Die beiden Flugschreiber der russischen Unglücksmaschine haben den Aufprall offenbar überstanden. In Kairo läuft nun die Auswertung ihrer Daten an. Russland hat derweil weitere Opfer des Flugzeugabsturzes nach St. Petersburg gebracht.

Legende: Video Inoffizielle Informationen zum Absturz abspielen. Laufzeit 00:54 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.11.2015.

Laut der Nachrichtenagentur AFP wurden sowohl der Flugdatenschreiber als auch der Stimmenrekorder der im Sinai abgestürzten Maschine zur Auswertung freigegeben.

Beim Absturz des russischen Flugzeugs in Ägypten sind nach Informationen der Agentur Interfax ungewöhnliche Geräusche an Bord aufgezeichnet worden. Dabei berief sich die Agentur auf informierte Kreise in Kairo.

«Vor dem Moment des Verschwindens der Maschine von den Radarschirmen sind Geräusche aufgezeichnet, die nicht charakteristisch sind für einen normalen Flug», zitierte die Agentur ihren Gesprächspartner. Kurz vorher habe es noch die normalen Gespräche zwischen Piloten und Lotsen gegeben ohne einen Hinweis auf Unregelmässigkeiten.

Maschine bereits in der Luft zerbrochen

An den gefundenen Rumpfteilen gab es nach diesen russischen Angaben keine Hinweise auf eine Beschädigung von aussen. Auch US-Sicherheitsexperten hatten nach der Analyse von Satellitenfotos Medienberichten zufolge ausgeschlossen, dass die Maschine abgeschossen worden sein könnte.

US-Satelliten hätten zum Zeitpunkt des Absturzes einen Hitzeball über dem Sinai

verzeichnet, berichteten die Fernsehsender CBS und NBC. Es gebe aber keine Hinweise auf einen Abschuss durch eine Rakete.

Nach Angaben russischer Behörden war der Airbus bereits in der Luft zerbrochen. Die Fluggesellschaft schloss einen technischen Defekt an der 18 Jahre alten Maschine aus.

Weitere Opfer nach St. Petersburg gebracht

Russland hat derweil weitere Opfer des Flugzeugabsturzes nach St. Petersburg gebracht. Der Transporter des russischen Katastrophenschutzes landete am frühen Dienstagmorgen.

Ägyptische und russische Rettungsmannschaften durchkämmten weiter das Absturzgebiet im Norden der Sinai-Halbinsel. Experten suchten nach dem Auslöser für die schlimmste Katastrophe der russischen Zivilluftfahrtgeschichte.

Beim Absturz eines Airbus A321 der Gesellschaft Kolavia auf dem Flug von Scharm-el-Scheich nach St. Petersburg waren am Samstag alle 224 Menschen an Bord getötet worden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.