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Vor UNO-Vollversammlung Sisi und Netanjahu sprechen erstmals öffentlich miteinander

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu.
Legende: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ist zu Gesprächen bereit. Reuters
  • Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sind nach Angaben aus Kairo erstmals zu öffentlichen Gesprächen zusammengekommen.
  • Die beiden trafen in New York im Vorfeld der UNO-Vollversammlung zusammen, wie Sisis Büro mitteilte.
  • Bei dem Treffen sei es um den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern gegangen.
Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi.
Legende: Abdel Fattah al-Sisi ist seit 2014 ägyptischer Präsident. Reuters

Sisi habe die Notwendigkeit einer Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien betont. Ziel sei eine «umfassende Lösung». Sisi und Netanjahu hätten über «Wege zur Wiederaufnahme des Friedensprozesses und die Schaffung eines palästinensischen Staates» gesprochen.

Der Friedensprozess liegt seit dem Frühjahr 2014 auf Eis. Berichten zufolge soll Sisi bereits in der Vergangenheit an geheimen Gesprächen mit Netanjahu beteiligt gewesen sein. Ein ehemaliger US-Beamter hatte der Nachrichtenagentur AFP Anfang des Jahres bestätigt, dass Sisi im Februar 2016 an Gesprächen mit Netanjahu und Ex-US-Aussenminister John Kerry teilnahm, die vom jordanischen König Abdullah II organisiert worden waren.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Israel hat seit Jahrzehnten einen guten Draht zur ägyptischen Armee, der nur unter Mursi kurzzeitig unterbrochen war.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Wenn man sich mit den wirklichen Gründen dieses unendlichen Konfliktes befasst, dann wird man zum Schluss kommen, dass jede Hoffnung auf echten Frieden zum Scheitern verurteilt ist. Jede. Denn auch nach der Schaffung eines palästinesischen Staates würde der Hass auf Israel weiterbestehen. Denn dieser Hass ist religiös begründet und somit nicht zu brechen. Er duldet die Existenz dieses Staates schlichtweg nicht.
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    1. Antwort von Joel Busch (Joel)
      Ich glaube nicht dass der Hass primär religiös begründet ist. Die religiösen Gründe sind doch ein Werkzeug das zu Werbezwecken und zum Machterhalt ausgespielt werden. Grundsätzlich ist es doch ein Kampf um Lebensraum wo sich religiöse und ethnische Feindbilder gebildet haben. Eine Zweistaatenlösung würde die Kriegstreiber der Hamas sicher schwächen. Einige Tausende würden wohl aus prinzip weiter Kämpfen aber all die die nur aus vermeintlicher Selbstverteidigung handeln würden wegfallen.
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    2. Antwort von Friedrich Straubinger (Friedrich)
      @Busch „Allahu Akbar“ bedeutet nicht Allah ist Groß, sondern richtig heißt es Allah ist größer. Größer aber als was oder wer? Es ist meines Erachtens, der Konflikt in der Religiosität zu finden, denn vor 1945 war nicht mal der Gedanke vorhanden einen Staat Palästina zu gründen, denn dazu bedarfte es eine schon bestehende Kultur/Volk. Palästinenser wurden alle Bewohner genannt, im Britischen Mandatsgebiet, ob Jude, Christ, oder Moslem.
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    3. Antwort von S. Buso (Misotheist)
      @Straubinger: Das Gleiche galt vor der Gründung des Staates Israel! Bevor dieser gegründet wurde, lebten in diesem Gebiet diverse Religionen friedlich zusammen!
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    4. Antwort von Friedrich Straubinger (Friedrich)
      @Buso Ihre Aussage entspricht nicht den tatsächlichen geschichtlichen Gegebenheiten. 2000 Jahre Konflikte in dieser Region, vor allem in den letzten 1400 Jahren, haben ihren Ursprung in der Religion. Im Osmanischen Reich galt das Millet-System, dem Ungläubige unterlagen. Das Pseudo-Dionysius von Tell Mahre erzählt auch eine andere Konfliktreiche Situation der Nicht-Muslime. Der aufkeimende Nationale Islamismus war so z.B. die Ursache für das Hebron Massaker von 1929, da gab es noch kein Israel.
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