Skandal-Bürgermeister von Toronto verliert weiter an Macht

Rob Ford, der Bürgermeister der kanadischen Stadt Toronto, ist weiter in seiner Macht beschnitten worden. Dem 44-Jährigen wurde wegen seiner Drogen- und Gewaltexzesse das Budget gekürzt. Auch verliert er die Macht über seine Mitarbeitenden.

Rob Ford verliert die Macht über den Exekutivausschuss der Stadt Toronto. Ihm werden 60 Prozent des Budgets gekürzt. Seine Mitarbeitenden darf er zudem nicht mehr direkt führen. Diese Massnahmen hat das Parlament von Toronto beschlossen.

Bereits letzte Woche hatte das Parlament entschieden, Ford dürfe seinem Stellvertreter und anderen ranghohen Mitarbeitern nicht mehr kündigen oder neue Personen einstellen. In Notsituationen entscheidet neuerdings sein Vize.

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Geständnis von Rob Ford (englisch)

0:45 min, vom 19.11.2013

Damit bleibt Ford zwar Bürgermeister, hat aber so gut wie keine Entscheidungsmacht mehr. Der 44-Jährige sprach von einem «modernen Staatsstreich» und kündigte an, vor Gericht zu ziehen.

Drogen- und Gewaltexzesse

Ford ist seit 2010 Bürgermeister von Toronto. In jüngster Zeit geriet er immer wieder mit Skandalen in die Schlagzeilen. Unter anderem gab er zu, Crack geraucht zu haben. In einem Video stiess er zudem Morddrohungen aus.