Skandal um Limburger Bischof weitet sich aus

Der beurlaubte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst soll Stiftungsgelder in Millionenhöhe zweckentfremdet haben. Dabei wurden Spendengelder für bedürftige Familien für den Bau der Bischofsanlagen genutzt.

Bischof Tebartz-van Elst.

Bildlegende: Der beurlaubte Limburger Bischof passt so gar nicht ins Bild einer genügsamen Kirche. Keystone

Der beurlaubte Limburger Bischof, Franz-Peter Tebartz-van Elst, soll Stiftungsgelder in Millionenhöhe zweckentfremdet haben. Das geht nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» aus dem Abschlussbericht der kirchlichen Untersuchungskommission hervor.

Demnach hätten der Bischof und sein Generalvikar Franz Kaspar Rechnungen für den Bau mit Stiftungsgeld des St. Georgswerkes bezahlt. Die Erträge sollen eigentlich für bedürftige Familien mit vielen Kindern verwendet werden. Jeder katholische Arbeitnehmer des Bistums war aufgerufen, den Lohn einer Arbeitsstunde für das Georgswerk zu spenden.

Bauten in der Höhe von 40 Millionen Euro


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3:44 min, aus SRF 4 News aktuell vom 18.02.2014

Treibende Kraft sei in der Regel Generalvikar Kaspar gewesen. Alle entscheidenden Dokumente trügen aber auch die Unterschrift des Bischofs. Insidern zufolge soll der Bau deutlich mehr als die inzwischen angegebenen 31 Millionen Euro kosten. Die Rede ist von bis zu 40 Millionen Euro.