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International Skandal um Limburger Bischof weitet sich aus

Der beurlaubte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst soll Stiftungsgelder in Millionenhöhe zweckentfremdet haben. Dabei wurden Spendengelder für bedürftige Familien für den Bau der Bischofsanlagen genutzt.

Bischof Tebartz-van Elst.
Legende: Der beurlaubte Limburger Bischof passt so gar nicht ins Bild einer genügsamen Kirche. Keystone

Der beurlaubte Limburger Bischof, Franz-Peter Tebartz-van Elst, soll Stiftungsgelder in Millionenhöhe zweckentfremdet haben. Das geht nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» aus dem Abschlussbericht der kirchlichen Untersuchungskommission hervor.

Demnach hätten der Bischof und sein Generalvikar Franz Kaspar Rechnungen für den Bau mit Stiftungsgeld des St. Georgswerkes bezahlt. Die Erträge sollen eigentlich für bedürftige Familien mit vielen Kindern verwendet werden. Jeder katholische Arbeitnehmer des Bistums war aufgerufen, den Lohn einer Arbeitsstunde für das Georgswerk zu spenden.

Bauten in der Höhe von 40 Millionen Euro

Treibende Kraft sei in der Regel Generalvikar Kaspar gewesen. Alle entscheidenden Dokumente trügen aber auch die Unterschrift des Bischofs. Insidern zufolge soll der Bau deutlich mehr als die inzwischen angegebenen 31 Millionen Euro kosten. Die Rede ist von bis zu 40 Millionen Euro.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von M. Werlen, Schwyz
    Na ja, wer die Geschichte und die Machenschaften der Kirche kennt, ist von den Handlungen und kriminellen Machenschaften dieses Bischofes nicht erstaunt.
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  • Kommentar von Christoph Mayenfisch, Winterthur
    Jede Institution ist so stark oder eben so schwach wie das schwächste in ihr geduldete Element. Zur Erinnerung alle vertuschten und verdeckten Fälle von Übe-griffen.
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  • Kommentar von Bernhard Rudolf Banzhaf, Saas-Fee
    Nun, es ist ja noch nichts bewiesen, aber: wo kein Rauch ist, ist auch kein Feuer. Die anhaltenden Geschichten um diesen unglücklichen Bischof zeigen einmal mehr, wie sehr sich viele Kirchenmänner von der Gesellschaft und ihren Mitgliedern entfernt haben. Korruption und kriminelles Gehabe versus Wohltätigkeit und Seelsorge - da hat wohl Exzellenz die Prioritäten falsch gesetzt.
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